Der Tagi trennt sich von seinen Mitarbeitern.
Das Magi trennt sich von seinen Lesern.
(Viele von uns kennen das Gefühl ja bereits aus eigener Erfahrung.)
Der Blick ist schon da, wo die anscheinend grad hinwollen.
Und auch im Fernsehn scheint das Geldverdienen schleichend immer wichtiger zu werden als der Content.
Wie Herr Canonica so treffend formuliert:
“”Ich persönlich bin skeptisch geworden gegenüber den journalistischen Möglichkeiten im Internet. Das Gerede um die Möglichkeiten des Citizen Journalism begreife ich nicht. Wir sollten uns allmählich Gedanken machen, ob es klug ist, qualitativ hochstehende Inhalte kostenlos anzubieten.”
Diese Gedanken machen sich offenbar viele im Moment. Aber sollte die folgerichtige Lösung wirklich die sein, konsequent auf qualitativ hochstehende Inhalte zu verzichten?
Schlagwörter: Canonica, Facts 2.0, Magazin, Qualitätsjournalismus, Tages-Anzeiger
Juni 7, 2009 um 11:13 am
In der “Willensnation” habe ich mir Gedanken dazu gemacht, ob zwischen dem Misstrauen Canonicas zum “Citizen Journalism” und einer etwas “katholischen” Auffassung des “Gate-keeping” allenfalls Parallelen bestehen. Wer sich als “Chef”, “Wortführer”, “Beichtvater der Banker”, “Kurator” einer “Schule des Lebens” (kurzum als “geweiter Priester”) sieht, der hat offensichtlich Mühe mit dem “Diskurs auf Augenhöhe” der im Web 2.0 möglich geworden ist.
http://willensnation.blogspot.com/2009/05/katholisches-zum-calvin-jahr.html
Juni 10, 2009 um 11:34 am
Uertnersches Welterklärungsmodell These IV.
)
BINGO! (Was hab ich jetzt gewonnen?
Juni 11, 2009 um 9:39 am
@flashfrog
Den Konditionierungs-Award für bürgerliche Denkweigerung.
@alle
Interessant, was ein Vertreter der Personalkommission in der Woz schreibt:
http://www.woz.ch/artikel/2009/nr24/schweiz/18018.html
Juni 15, 2009 um 12:33 pm
Und Bruder Bernhard zum Schweigen der
LämmerJournalisten:http://www.bruderbernhard.ch/latriperie/?p=334
Juni 16, 2009 um 4:51 pm
Zitat: «Das Gerede um die Möglichkeiten des Citizen Journalism begreife ich nicht.»
Mir scheint, als ob Herr Canonica darüber erschrocken ist, dass es nebst der Gilde der Journalisten auch noch einige seiner LeserInnen wagen, über ein bestimmtes Thema nicht nur Fragen zu stellen, sondern auch noch darüber zu schreiben (mit mehr oder weniger Erfolg).
Das ist ja schon beinahe so wie wenn ein Arzt darüber erschrickt, dass ein Patient selber gewagt hat sich zu behandeln… (mit mehr oder weniger Erfolg).
Oder der Koch, der erschrocken feststellt, dass andere auch gut kochen können… (mit mehr oder weniger Erfolg).
Oder…
Juni 18, 2009 um 8:30 pm
Interessant folgende zwei Beiträge:
Da ist einmal Margrit Sprecher, die “grand dame” des helvetischen Gesellschaftsjournalismus und bis 2003 Redaktorin auf der “Weltwoche” zur Lage des schweizer Journalismus
http://www.zeit.de/2009/26/CH-Margrit-Sprecher
Und andererseits gibt es eine sehr interessante Diskussion über Management-Gehälter der Chefredaktoren bei Stöhlker:
http://www.stoehlker.ch/weblog/2009/06/17/mittwoch-journalisten-verdienen-zuviel/
Juni 18, 2009 um 8:32 pm
Was mich am meisten erschüttert: es ist ein deutsches Medium und ein eingebürgerter Deutscher, welche Ross und Reiter nennen. Wir scheinen keine intellektuelle Selbstreinigungskräfte zu haben.
Juni 22, 2009 um 12:25 pm
Hoppala, Sozialplan vergessen:
http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=82902
(via bugsierer)
Juni 22, 2009 um 3:08 pm
@uertner: Merci für die Links!
( http://www.zeit.de/2009/26/CH-Margrit-Sprecher?page=2 )
Dieser Idealismus erinnert mich an einen meiner Lieblingsartikel zum Thema: “Das Regime der Flanellmännchen” von Michael Jürgs. Der Artikel stammt aus der FAZ vom letzten Jahr, scheint mir aber geradezu prophetisch, was die aktuellen Entwicklungen angeht:
Und:
( http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF390C392B09A43DFA76C90C818D7965C~ATpl~Ecommon~Scontent.html )
Juni 22, 2009 um 3:19 pm
Hehe, noch was Hübsches: Das Nuisance-Netz und das Orthogravieh:
http://blog.persoenlich.com/?p=956
(via https://twitter.com/phogenkamp )
Juni 24, 2009 um 1:58 pm
Und hier geht die Tagi-Geschichte weiter:
http://www.woz.ch/artikel/2009/nr25/schweiz/18031.html