Mustergültig emanzipiert

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Beziehungsmuster

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Die Musters habe ich zufällig kürzlich bei Ausfüllen einiger Formulare kennengelernt. (Sie sind übrigens eng verwandt Pierre Dupont, Maria Bernasconi und Herrn und Frau Schweizer.)

Da haben wir zunächst Herrn Herrmann Muster (38), dann seine Frau Magdalena Blümchen-Muster (35), Tochter Britney-Hannelore (7), Meerschweinchen Olga (1) und Sohn Barack (4 Monate).

Herr Muster ist gelernter Verwaltungsangestellter, hockt 42 Stunden in der Woche in einem Büro und bekommt dafür 7000 CHF im Monat. Das ist natürlich stressig. Da hat der Herr Muster es sich verdient, sich daheim so richtig verwöhnen zu lassen und seine Ruhe zu haben.
Seine Hobbys sind Fussball, sein Auto, Gitarre spielen in einer Oldie-Band und Internetpornografie.

Frau Blümchen-Muster hat ihr Studium der Teilchenphysik mit Auszeichnung abgeschlossen und arbeitet seit 8 Jahren als Putzfrau.
Und als Köchin und Krankenpflegerin und Chauffeurin und Psychologin und Telefonauskunft und Nachhilfelehrerin und Gärtnerin und Tellerwäscherin und Tierpflegerin und Erzieherin und Klofrau und Erotikmodell, inklusive Bereitschaftsdienst und Nachtschichten 168 Stunden pro Woche. Dafür bekommt sie insgesamt 0 CHF. Das ist eine einstellige Summe mit einer Null.

Dass sie für so viele Berufe nur so wenig Zeit zur Verfügung hat, ist nicht weiter schlimm, weil Frauen von Natur aus multi-tasking-fähig sind. Dank Headset kann sie gleichzeitig telefonieren, Kartoffeln schälen, das Baby beruhigen und mit den Zehen einen flauschigen Winterpullover stricken und abends beim Sex mit ihrem Gatten kann sie im Kopf schon einmal die to-do-Liste für den morgigen Tag erstellen.
So bleibt Frau Blümchen-Muster noch reichlich Zeit für ihre Hobbys: Hemden bügeln, Duschabflüsse reinigen, Windeln waschen und zahnende Nachbarskinder hüten.

Dafür verbringt Herr Muster am Samstag eine halbe Stunde damit, gemeinsam mit den Kleinen Legosteine in der Wohnung zu verstreuen. An hohen Feiertagen kocht der Hausherr persönlich gerne etwas Feines. (Um die dadurch entstandenen Kollateralschäden wie die angebrannten Töpfe und die verwüstete Küche kümmert sich anschliessend zuverlässig seine Frau.)

Und fast ohne zu murren trägt er Samstags manchmal eigenhändig einen halbvollen Müllsack bis vor die Tür, um am Montag im Büro den Kollegen mit stolzgeschwellter Brust berichten zu können, also er persönlich gehöre ja zu den emanzipierten Männern, die im Haushalt mit anpacken, worauf die Kollegen ihm feierlich einen Orden für besondere Tapferkeit vor dem Hausmüll verleihen.

Und ungefähr in 19 Jahren, wenn Klein-Barack aus dem Haus ist und studiert, dann will Frau Muster wieder in die Atomphysik einsteigen und beruflich so richtig durchstarten.

Bis dahin zählt sie jede Stunde.

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25 Antworten to “Mustergültig emanzipiert”

  1. Titus Says:

    Ich wage dazu eine Theorie zu äussern: Das oben beschriebene Bild stimmt mehrheitlich immer noch für Frauen mit tiefem Bildungsstand, welchen es auch nicht gelungen ist, sich einen „reichen“ Mann anzulachen.

    Ich denke dabei an jene jungen Frauen, welche am Hals irgendeines „Guy“ mit schnittiger Frisur und toller Gürtelschnalle hangen, der dabei möglichst noch der „King“ einer Gruppe Halbstarker ist. Der Traum dieser jungen Damen – so scheint mir – ist es, möglichst bald „zu heiraten und Kinder zu kriegen“.

    Mit dem „reichen Mann“ spreche ich eher die ältere Generation von Frauen an, welche selber auch keinen hohen Bildungsstand haben. Nur wird in diesem Fall der Haushalt durch eine Haushälterin besorgt, sie, immer schick gekleidet, engagiert sich „irgendwie karitativ“. Daher gilt für diese Frauen das Bild oben nicht.

    Übrigens, fehlender Bildungsstand betrachte ich nicht als Sünde oder Fehler.

    Bin ich zu plakativ und täuscht mich meine Einschätzung, dass es immer noch sehr viele Frauen gibt, welche gar nicht den Wunsch verspüren, von der Emanzipation der Frauen der vergangenen Jahre zu profitieren?

  2. uertner Says:

    @flashfrog
    Wäre dies eine historische „Emma-Satire“ aus den 80er Jahren: man könnte darüber schallend lachen. Genau so verlief damals der Diskurs. Als Erzeugnis des Jahres 2009 von einer studierten Literaturwissenschaftlerin ist es nur noch ein ulkiges Dokument aus einer akademischen Parallelgesellschaft.

    Warum nicht von „gelungenem Leben“ lernen?

    Zum Beispiel Frau Widmer-Schlumpf: derzeit wohl tüchtigste Bundesrätin der Schweiz. Sie sagt in der aktuellen „Zeit“

    Zeit: Hatten Sie schon eine Lebensplanung, als Sie studiert haben?

    Widmer-Schlumpf: Ich wollte Kinderärztin werden. Aber mein Mann, mit dem ich seit Ende des Gymnasiums zusammen bin, wollte an die ETH und nicht auch Medizin studieren.Also habe ich etwas studiert, wo ich Beruf und Familie vereinbaren kann. Ich habe mit meinem Mann jedoch schon während des Studiums abgemacht, dass ich auch als Familienfrau berufstätig sein werden.

    Die Lehren aus diesem Beispiel:

    1. Es gibt Berufskombinationen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Karriere schlicht nicht erlauben. Punkt. Die kluge Frau baut vor.

    2. Beziehungen müssen erarbeitet werden. Den „Instant-Prinzen“ nach Studienabschluss gibt es nicht, zumal Frauen nach wie vor „nicht nach unten“ Heiraten oder Beischlafen wollen. Die theoretische Physikerin, die einen kinderliebenden Müllmann heiratet muss mir noch gezeigt werden, während die Physiker mit Coiffeuse Legion sind!

    3. Gerade im Zusammenhang mit der „Erotik des Diskurses“ frage ich mich bei obigem Text: was will uns die Autorin sagen? „Erotisch“ finde ich den Text nicht. Er tönt in meinen Ohren wie eine ausgelatschte Birkenstocksandale mit Gorleben-Demonstrationserfahrung.

  3. zappadong Says:

    Zu uertners Lehren:

    1. Die kluge Frau baut vor. Aha. Und der kluge Mann? Tut, was er sowieso machen will, denn die „kluge“ Frau passt sich schliesslich an?

    3. Das Beispiel von Frau Flashfrog ist überspitzt formuliert, dennoch ist darin sehr vieles Alltägliches enthalten (leider!).

    Zu Titus:

    Ja, ich denke auch, dass nicht wenige Frauen überhaupt nicht den Wunsch haben, von der Emanzipation zu profitieren. Über die Gründe könnte man diskutieren; einen davon glaube ich zu kennen: Nichts schreckt Männer so sehr ab wie der Begriff „Emanze“. Da will frau dann halt lieber keine sein, ja, sie will nicht einmal wissen, wie dieser Begriff überhaupt definiert ist, so negativ besetzt ist er … und fällt lieber ihren „Artgenossinen“ in den Rücken, welche die Gleichberechtigung leben

    Eines meiner grössten Vergnügen ist, mich in einer Runde als Emanze zu outen. Ich finde die Blicke immer so herrlich, die ich jeweils ernte 🙂

  4. Titus Says:

    Huch, jetzt haben Sie mich aber erschreckt, Frau Zappadong 😉

    Vor dem «Schreckgespenst Emanze» haben wohl deshalb soviele Männer Angst, weil die Emanzipation des Mannes noch nicht, oder zumindstet nicht so offensichtlich wie bei den Frauen, stattgefunden hat.

    Will heissen, dass eine veränderte «Rolle» der Frau eben auch eine veränderte Einstellung (und «Rolle») des Mannes verlangt. Sich nicht damit auseinanderzusetzen kann bei einigen Ängste auslösen und damit einen Abwehrreflex. Es braucht eben immer beide Seiten…

  5. Mara Says:

    @uertner

    Warum nicht von Frau Widmer lernen? Weil sie einen ganz wichtigen Punkt ausser acht lassen – die privilegierte Situation dieser Frau.

    Warum ich nicht von ihr lernen will? – Weil Familie etwas sein sollte, um dass sich Männer und Frauen kümmern – und nicht nur Frauen ihre Berufstätigkeit um ihre Familienwünschen herumbauen sollten.

    Warum viele Männer Sie toll finden? Weil sie mit Frauen wie ihr alles zum Nulltarif bekommen – Kinder und eine kluge Frau, die Geld ins Haus bringt. Sie selber müssen auf nichts verzichten – darauf kommt es ja schliesslich an oder?

  6. uertner Says:

    @Mara
    Ich stelle fest, dass Sie diesen – wohl typisch deutschen – Sozialhass mit sich herumtragen. Eine Untersuchung zeigte kürzlich, dass in Deutschland kaum mehr an den eigenen Aufstieg aus eigener Kraft glaubt. Diesen Hass gegen „die reichen da oben“ lese ich aus verschiedenen Ihrer Voten. Zur Klärung:

    Bundesrat Pascal Couchepin ist ein Sohn einer alleinerziehenden Mutter.

    Alt-Bundesrat Blocher war einer von 11 Kinder eines abgewählten Landpfarrers der mit Altersarmut kämpfte und hat seine Milliarden selber „erarbeitet“.

    Frau Widmer Schlumpf hat als Mutter, Berufsfrau und Milizpolitikerin eine dreifache Last getragen. Sie hat sich aber nie zum thema „Prokrastination“ geäussert.

    Vielleicht glauben wir Schweizer noch eher an das Motto, das in Deutschland durch seine KZ-Vergangenheit in Misskredit geraten ist:

    „Arbeit macht frei“.

    In dieses Bild des Sozialhasses passen nicht nur der kultige Zynismus eines Harald Schmidt, sondern auch die Slogans der Partei „Die Linke“, die „Reichensteuer“ Steinbrücks und die grosse Auswanderungswilligkeit der deutschen „Eliten“. Es scheint so, dass gutausgebildete Deutsche – und auch nicht an den sozialen Aufstieg in Deutschland glauben. Ich wehre mich hiermit dagegen, diesen deutschen Unglauben auch in der Eidgenossenschaft zu importieren.

  7. Mara Says:

    @uertner

    Und wie so häufig überlesen sie feinsäuberlich meine vielfach angedeutete Nichtdeutschenherkunft.

    Privilegien hat im übrigen sehr wenig mit Reichtum oder Sozialneid zu tun. Ein Privileg ist es mit einer klugen gebildeten Mutter aufzuwachsen, die ihre Tochter drängt etwas für ihre Bildung zu tun – ein Privileg ist es in der Nähe einer guten Schule aufzuwachsen, und dort eine gute Bildung zu bekommen – ein Privileg ist es in einem demokratischen Staat aufzuwachsen, in dem unabhängig von der Religion einem Chancen eröffnet werden
    – es ist dann die Aufgabe des Einzelnen diese Chance auch wahrzunehmen.

    Ohne diese Privilegien oder Chancen jemanden zu sagen, – guck mal die.- halte ich für zynisch und menschenverachtend.

    Genaus, wie ich ich garnicht so viel essen wie kotzen kann, wenn jemand noch den obigen KZ-Eingangsspruch meint rehabilitieren zu müssen.

  8. uertner Says:

    @Mara
    Ich entnehme Ihrem letzten Kommentar, dass Sie die Schweiz als Ort (relativer) Chancengleichheit, Toleranz und Demokratie wahrnehmen: das freut mich. Eine Vorgängerin der Frau Widmer-Schlumpf im Bundesrat war übrigens die Ihrem Glauben zugehörige Frau Dreifuss.

    Was Sie mir noch immer nicht plausibel machen können: Warum es in Deutschland nicht mehr möglich ist, durch Leistung reich zu werden, nach oben zu kommen.

  9. Mara Says:

    @uertner

    Die Frage war schon immer, genügt Leistung wirklich um reich zu werden?

    Ich kenne viele ganz wunderbare Gärnter und Haushaltshilfen die fleissig, gewissenhaft und gut arbeiten. – Reichtum?

    Dass Fleiss und Reichtum immer einhergehen halte ich für einen gut gehüteten Mythos. Es gehört mehr dazu – eine gute Idee – nicht zu früh und nicht zu spät – ein paar gute Gelegenheiten usw. Viel wozu man selber auch beitragen kann, aber ganz sicher nicht alles selber beeinflussen kann.

  10. Zappadong Says:

    @ uertner: Ich stehe gerade total auf dem Schlauch. Wo ist denn hier Sozialhass zu spüren in diesem Thread? Und dann erst noch deutscher Sozialhass?

    Maras Aussagen in diesem Thread könnten zu 100 % von mir sein – und ich bin Schweizerin mit allertiefsten Wurzeln in die Rheintaler Erde.

    Zu den aufgeführten Beispielen von Herrn Couchpain und Herrn Blocher:

    Mein Grossvater war Bergwerksarbeiter mit 15 Kindern; mein Vater der älteste Sohn, der keine Lehre machen konnte, weil er Geld verdienen musste. Na und? Solche Beispiele finden sich hierzulande zu Zehntausenden. Nur: Was haben sie mit Sozialhass zu tun? Könnte man mich da bitte mal kurz aufklären?

    Ist es Sozialhass, wenn man es als Frau nicht einfach hinnimmt, dass man von uns erwartet, uns als „kluge Frauen“ anzupassen? Sollten wir besser kuschen (womit wir einmal mehr bei „shut up and sing“ wären), uns anpassen und das „Kinder als Hobby“ den Männern überlassen?

    Und nein, ich will auch nicht von Frau Widmer-Schlumpf lernen. Aus den gleichen Gründen wie Mara. Zitat: „Warum ich nicht von ihr lernen will? – Weil Familie etwas sein sollte, um dass sich Männer und Frauen kümmern – und nicht nur Frauen ihre Berufstätigkeit um ihre Familienwünschen herumbauen sollten.“

    Und jetzt hätte ich gerne eine Erklärung für den Sozialhass. Und woher jetzt in diesem Thread der deutsche Sozialhass kommt.

  11. uertner Says:

    „shut up and sing“ ist heute ein Motto in der ganzen Wirtschaft, nicht nur in der traditionellen „Hauswirtschaft“. Ich sehe sehr viele Hausfrauen und auch Hausmänner, die diese Freiheit nutzen.

    Den Sozialneid sehe ich bei Mara in der Aussage „Frau Widmer Schlumpf ist privilegiert, sie kann als Beispiel nicht herangezogen werden“.
    „Deutsch“ ist dieser „Sozialneid“ vielleicht in dem Sinne, als ich den Eindruck nicht loswerde, dass in Deutschland:

    1. Sehr viele gutausgebildete das Land verlassen, weil sie – und sei es in Lappland in der Pampa – bessere Aussichten für sich und ihre Kinder sehen als in einer Deutschen Zentrumsstadt wo Gymnasien etc. einen Steinwurf vor der Haustüre liegen.

    2. Es in Deutschland in der Rhetorik von Laffontaine und auch von Steinbrück eine gefährliche Tendenz gibt, „Reiche“ und „Unternehmer“ unter einen Generalverdacht zu stellen, sodass auch konservative Unternehmer, wie der Chef von „Würth“ nun seine Holding-Zentrale nach Rorschach verlegen wird.

    3. Mit der „klugen Frau“ baut vor. Und damit sie mich nicht falsch verstehen: ich weiss was es heisst Kinder zu wickeln, Brustmilch aus dem Schoppen zu geben und eine Frau zu trösten, die kaum mehr über den Rand hinaussieht. Dies also vorausgeschickt: es gab und gibt eine unsägliche Dauerklön-Rhetorik von Berufsemanzipierten die mir schlicht auf den Keks geht und die nicht zuletzt für die Frauen tödlich wird, die mehr als zwei Alibikinder aufziehen und dies auch mit freudiger Hingabe machen. Damit wir uns richtig verstehen. Unter diese Dauerklönrhetorik verstehe ich auch Machwerke wie „Bitterfotze“ und „Feuchtgebiete“.

    Gerade Sie, Frau Zappadong, scheinen doch vorzuleben, dass es als Frau und Mutter möglich ist: ein Business zu gründen, Unternehmerin zu sein und Bücher zu schreiben. Chapeau! Dies – so vermute ich von Ferne hoffentlich – unterstützt von einem Ehepartner, der immer genug Geld heranschaffte, damit dies alle möglich wird und sie auch bei der Kindererziehung entlastete, wo immer es ging.

    Was mir auf den Keks geht: die Haltung: ich kann Professorin werden und drei eigene Kinder haben. Nein. Das ist härteste Arbeit und ein sechser im Lotto! Überall sehe ich Frauen, die im akademischen Bereich gefördert werden und dann doch verzichten durchzustarten, weil eine Geburt sie hormonell so aus dem Ruder warf, dass sie gerne noch ein zwei Kinder hätten.

    Es gibt Berufe (Pfarrer, Arzt, Unternehmer etc.) die nicht mit Mutter- und Stillpflichten vereinbar sind. Weil „Muttersein“ durch gewisse biologische Rahmenbedingungen tatsächlich eine Zeit lang ein Beruf ist (die Kinder RUFen, ja schreien und wollen eben ge“stillt“ werden).

    Theoretische Physikerin, Notfallchirurgin etc. sind Berufe die mit Mutterschaft sehr schwer vereinbar sind. Wer die „Berufung“ für diese Tätigkeiten in einem weiblichen Körper fühlt: go for it, aber stell nicht auch noch Kinder auf die Welt, die auch nach dir „rufen“. Oder sie regle es mit einem Partner, in einer klaren Abmachung. Es herrscht auch in der Ehe „Vertragsfreiheit“. Nur man beklage sich nicht, dass dann „shut up and sing“ gilt. Das gilt für Männer auch schon seit Jahrhunderten.

  12. Mara Says:

    zu 1. Das Land zu verlassen um in der Fremde sein Glück zu suchen, ist gute schweizer Tradition – Millionen Auslandsschweizer singen davon ein Lied.

    zu2. Gibts es nich die Abzockerinitiative?

    zu3. Man mag zu Bücher wie Feuchtgebiete und co stehen wie man will (persönlich finde ich, dass es bessere Literatur gibt), aber auch hier verware ich mir die Rezensentenrhetorik – kein Mann mit so schlechten Bücher würde persönlich so angegriffen werden. Bei männlichen Autoren scheint man immer noch eine prinzipielle Achtung bewahren zu können. – Und solange dieser Respekt nicht auf für weibliche schlechte Literatur gilt, ist etwas falsch.

    Karriere zu machen heisst fast immer auf ein funktionierendes Sozialleben verzichten zu müssen – für Männer heisst das aber zu 90 % nicht, auf Familie verzichten zu müssen (tja, egal wieviel sie davon auch wirklich mitkriegen). Das hat meiner Erfahrung nach weniger mit dem spezifischen Job zu tun (auch Theologen dürfen viel lesen..:-), sondern mit dem Prinzip wie Arbeit und karriere derzeit noch organisiert sind. Sie sind einfach familien-/soziallebenfeindlich organisiert und das gilt für Männer wie für Frauen. Die biologischen Vorraussetzungen lassen sich inzwischen grösstenteils anders organisieren, auch im 9 Monat vielleicht nicht mehr unbedingt mit giftigen Chemikalien rumhantieren, ansonsten sehe ich ich allerdings weniger Beschränkungen. –

    Zum füttern ist schon längst keine körperliche Anwesenheit der Mutter mehr gefragt – und trotzdem regiert gerade hier in der Schweiz weiterhin der Mythos Mutterschaft, wodurch selbstverständlich für ein gesundes Aufwachsen der Kinder die Anwesenheit der biologischen Mutter erforderlich ist. Ja, Kinder brauchen konstante Bezugspersonen – aber nicht eine genetisch passende Daueranwesenheit einer bestimmen Brust.

  13. Zappadong Says:

    @uertner:

    „Shut up and sing“ ist für mich keine Freiheit, sondern eine Abfertigung. Auf gut deutsch übersetzt: Halt die Schnauze und tu das, was von dir erwartet wird – aber wage es nicht, dein Tun zu kommentieren.

    Das mit dem deutschen Sozialneid verstehe ich immer noch nicht.

    Zu 1): Die Menschen, die einem Land den Rücken kehren, gehen nicht aus einem Sozialneid heraus. Diejenigen, die bleiben, bleiben schon gar nicht aus einem Sozialneid heraus.

    Zu 2): Das ist kein deutsches Problem, sondern auch ein Schweizer Problem (und mit ein Grund, weshalb ich zur SP ausgetreten bin – ich bin grundsätzlich kein neidischer Mensch, nur ein kritischer).

    Zu 3): Darauf gehe ich gar nicht ein, weil hier wieder mal (meine) zwei Kinder als Alibikinder herhalten müssen. Das ist mir eine Schublade zu tief. Nur so viel: Es soll und darf erlaubt sein, auf Missstände hinzweisen. Wer sie als Dauergeklön wahrnimmt, hat irgendwo ein Wahrnehmungsproblem.

    Ja. Es gab eine Zeit, in der Herr Zappadong „Haupternährer“ war. Es hätte auch umgekehrt sein können. Nur: Jener, der zuhause bleibt, ermöglicht dem anderen erst, das Geld nach Hause zu bringen. Insofern hat mich Herr Zappadong nicht „unterstützt und das erst möglich gemacht“, sondern es war ein gemeinsamer Entscheid. Wir beide haben es für uns möglich gemacht, nicht er für mich, nicht ich für ihn, sondern wir beide für uns. Ich mag diese leicht mitschwingende Unterstellung nicht, dass wir Frauen uns unsere berufliche Karriere nur mit dem Geld und dem Einsatz unserer Männer erfüllen können.

    Zum letzten Punkt: In Deutschland, wo du ja so gerne hinschielst, gibt es einen langen Mutterschaftsurlaub. Da können dann Mütter (so sie wollen und können) ihre Kinder stillen und nach ihnen schauen. Und trotzdem Professorin bleiben. Oder Physikerin.

    Und wenn man uns jetzt auch noch vorhält, dass wir gefördert werden und uns danach doch nur um die Kinder kümmern, dann wird mir leicht trümmlig. Bei Männern nennt man so was bewundernd „aussteigen“. Bei uns Frauen kommt es schon fast wieder als Vorwurf daher.

  14. uertner Says:

    @Mara
    zu 2. Ich bin ja nur Laie: aber meines Wissens betrifft die Abzockerinitiative das Aktienrecht und die Stärkung der Eigentümerrechte in demselben auch hinsichtlich der Festlegung der Managergehälter. Es geht weniger um Neid, als um Verantwortung. Wohningegen Herr Steinbrück eine populistische Wahlrhetorik gegen die „Reichen“ schwingt. Oder irre ich?

    Hinsichtlich der Fütterung mag ich mit Ihnen nicht streiten, offensichtlich gehen unsere Wahrnehmungen über „Würde des Kindes“ und „Würde der Mutter“ zu sehr auseinander. Ich empfehle aber die lustige Debatte über das Stillen im Mama-Blog

    http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/

    Wobei ich ahne Ihre Einwände: Kommerz-Blog von Fahnenflüchtigen Karriere-Mamis. Na ja.

    @Zappadong
    Schön, wie sie das darstellen. Genau so ist es. Es braucht einen der nach draussen geht und kämpft und einer der dahause bleibt (und noch härter kämpft) glücklich jene die einen Partner haben und Arbeitsstellen und ein Umfeld, wo beide 60% oder so arbeiten können. Auch dies: eher der Sechser im Lotto!

    Darum bleibt meine Rede: Die kluge Frau baut vor. Und

    @Titus
    Als Mann musst du heute nicht nur Top on the Job sein, sondern auch speditives Putzen, Kochen und Kinderkrankenpflege können. Sowieso. Nebst Deinen gesetzlichen Plfichten (militärdienst) lohnt es sich vor allem aber: Sport treiben (damit man nicht aus dem Männerrudel fällt), Karriere verfolgen (denn für Männer gibt es die Option: Kinderpause machen nicht, auch für Frauen ist sie nur ein fauler Witz), Leidenschaftlich froher Mann werden, damit eine Frau so begeistert ist von Dir, dass sie Dir Kinder zu schenken bereit ist. Und vergiss nie: sie sind ein Geschenk. Wer aber im ersten Date schon über den Putzplan der Wohnung diskutieren will: mag sie noch so toll sein: lass sie ziehen. Ziehen lassen sollst du auch Berufsunglückliche: Auch du wirst Sie nicht glücklich machen können.

  15. Mara Says:

    @ uertner

    Warum sollte mich interessieren was Herr STeinbrück in D möchte?

    Und einen Blog der sich freiwillig Mamablock nennt, is nich mein Ding, egal was drinsteht. (Nachdem es ein tagesanzeiger – blog ist werden darüber entweder windeln oder Ideologien verkauft – für beides bin ich nicht empfänglich)

    @zappadong

    Ist man ein besserer Mensch mit mehr als 2 Kindern? (- erzieherin zweier Söhne..und fühlt sich damit auch nicht besser oder schlechter als ohne diesselben… naja, ein wenig aufregender ist das leben schon.. aber in erster Linie einfach anderrs..)

  16. Titus Says:

    @ Uertner
    Na was glaubst Du, weshalb ich noch immer ungebunden bin… 🙂

  17. Titus Says:

    Hier übrigens noch der Link zur Abzocker-Initiative. Wenn ich’s richtig gelesen habe, arbeiten die beiden Räte in dieser Session noch an einem Gegenvorschlag (bin mir da aber nicht sicher).

  18. Zappadong Says:

    @ uertner:

    „Es braucht einen der nach draussen geht und kämpft und einer der dahause bleibt (und noch härter kämpft)“

    Nein. Ich habe schon kurz nach der Geburt von Sohnemann wieder gearbeitet. Die Firma habe ich zusammen mit einer Geschäftspartnerin gekauft, als ich im 8. Monat schwanger mit der Tochter war. Herr Zappadong und ich haben beide auswärts und zuhause gearbeitet (nicht gekämpft), einfach nicht in gleicher Stellenprozentzahl. Aber wir haben es einander nie in Arbeiten und Pflichten aufgewogen.

    @ Mara:Ein Leben ohne unsere Kinder wäre (für mich und Herrn Zappadong) leer. Und ich überlege ernsthaft, im nächsten Leben vier Kinder zu haben (nur will ich dann eine Bügelfrau 😉 ) Ich kann mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen – was nicht heisst, dass ein Leben ohne Kinder weniger wertvoll wäre. Es wäre einfach anders. Menschen nach der Anzahl ihrer Kinder zu werten ist ungefähr der gleiche Stuss, wie Menschen nach ihrer Religionszugehörigkeit zu werten.

  19. flashfrog Says:

    Huch, hier ist ja was los. 🙂
    Ok, der Reihe nach.
    Um @uertners Comment aus dem Demokratie-Thread mal hier rüber zu holen:

    >> Genau. Kinder aufzuziehen ist die grösste Sache in einer jeden Gesellschaft. Um diese Aufgabe herum muss man die Gesellschaft organisieren und nicht um ein ideologisch gesetzte “Gleichberechtigung” der Frau.

    Angenommen, das sei so: Hast du tatsächlich das Gefühl, dass unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt, so wie sie heute eingerichtet ist, um Kinder herum organisiert ist? Dass bei unserer Wirtschaft und Arbeitsorganisation Kinder im Mittelpunkt stehen? Dass unsere Innenstädte und Strassen und Grünanlagen so aussehen, dass da die Bedürfnisse von Kindern im Mittelpunkt stehen?
    Du redst von der gesellschaftlichen Verantwortung. Da hast du wohl Recht.
    Ein paar Sätze weiter schiebst du aber wieder den leiblichen Müttern allein die Verantwortung zu. Vielleicht noch nie in der Geschichte waren Mütter mit so viel Verantwortung für die Erziehung der Kinder so alleingelassen wie heute. Einerseits wird auf Erziehung und Bildung immer mehr Wert gelegt, andererseits sind stützende Strukturen wie erweiterte Familie, Dorfgemeinschaft und wohnungsnahe Arbeitsplätze und Rücksichtnahme auf kindliche Bedrüfnisse in der Gesellschaft immer weniger vorhanden. Das ist doch paradox.

    ————-
    Und weiter @uertner:
    >> Wäre dies eine historische “Emma-Satire” aus den 80er Jahren: man könnte darüber schallend lachen. Genau so verlief damals der Diskurs.

    Wir halten fest: Der uertner liest Emma. Mitunter überraschst du mich doch noch…
    Und dann bringst du ein Beispiel aus den 80er Jahren:

    >> Widmer-Schlumpf: Ich wollte Kinderärztin werden. Aber mein Mann, mit dem ich seit Ende des Gymnasiums zusammen bin, wollte an die ETH und nicht auch Medizin studieren.Also habe ich etwas studiert, wo ich Beruf und Familie vereinbaren kann.

    Der Mann bestimmt, was er will. Die Frau passt sich an. Warum eigentlich immer nur die Frau?

    >> 1. Es gibt Berufskombinationen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Karriere schlicht nicht erlauben. Punkt.

    Wiederum: Das gilt nur für Frauen. Oder kennst du einen Mann, der sagt: Oh, ich kann nicht Medizin studieren, weil ich später gern mal Kinder hätte? Fragezeichen?

    >> Die theoretische Physikerin, die einen kinderliebenden Müllmann heiratet muss mir noch gezeigt werden, während die Physiker mit Coiffeuse Legion sind!

    Tatsächlich? Ich kenne keinen einzigen.
    Und das Thema hatten wir bei Facts auch schonmal durchgekaut, deucht mich. Dort hatten wir festgestellt, dass sich traditionell bevorzugt Menschen der gleichen sozialen Schicht und mit gleichem Bildungsstand paaren. dazu gab es verschiedene Studien, also Lehrer mit Lehrerinnen. Juristen mit Juristinnen, Coiffeure mit Coiffeuren…
    Das Modell Arzt – Krankenschwester ist demnach eher ein sozialökonomischer Ausrutscher, der darauf beruht, dass es eben zu wenig Ärztinnen gibt.
    Ist ja auch einleuchtend, dass emanzipierte Frauen einen Lebenspartner auf geistiger Augenhöhe suchen.

    >> Erotisch” finde ich den Text nicht. Er tönt in meinen Ohren wie eine ausgelatschte Birkenstocksandale mit Gorleben-Demonstrationserfahrung.

    Fein, das freut mich ausserordentlich, dann kannst du dich ja ausnahmsweise mal mit dem Content befassen statt mit der Frage, ob du die Schreiberin besagten Textes erotisch findest oder nicht.
    Das sind allerdings keine Birkenstocks, das sind Trekking-Sandalen, die ich hier grad anhabe, vor 4 Tagen gekauft. Und ich schätze, selbst Frau Müller wird nicht in ihren Tanzschühchen auf der Alp herumstöckeln. 😉

    ——————-
    Weiter @uertner:
    >> Ich stelle fest, dass Sie diesen – wohl typisch deutschen – Sozialhass mit sich herumtragen.

    Uertnersche Welterklärungstheorie These II + III: „Die Linken sind schuld.“, „Die Deutschen sind schuld.“
    ’nuff said.:-)

    —————-
    Und @uertner:
    1. Wie schon mehrfach hier geschrieben: Prozentual doppelt so viele der Schweizer leben in D wie umgekehrt!
    2. Der Spitzensteuersatz war in D seit Staatsgründung noch nie so niedrig wie heute.
    3. Was gibt dir eigentlich das Recht, so selbstgerecht über andere Menschen zu urteilen? Es gibt nicht nur ein einziges Lebensmodell, dass für alle Menschen das einzig wahre, richtige und gute ist.
    Du lebst z.B. ein ganz anderes Modell.
    Und du musst dein Leben nicht ändern.
    Nur deine Einstellung.
    Du hast es selbst in der Hand, ob du dich als erbärmlichen Loser betrachten willst oder als geglückten Modellversuch eines modernen partnerschaftlichen und kreativen Lebens. Und als Vorbild für deine Kinder.
    Ob du dich selber unglücklich machen willst oder andere glücklich.
    Ach, lieber uertner, wenn ich dir das doch nur irgendwie begreiflich machen könnte!

    Darum:

    >> glücklich jene die einen Partner haben und Arbeitsstellen und ein Umfeld, wo beide 60% oder so arbeiten können. Auch dies: eher der Sechser im Lotto!

    >> Darum bleibt meine Rede: Die kluge Frau baut vor

    Eben nicht. Darum müssen wir die Rahmenbedingungen so verändern, dass wir die Vorraussetzungen dafür schaffen, dass das kein Ausnahmefall bleibt, sondern die Regel wird!

    ————
    PS: @uertner: Ich würde es für sehr angebracht halten, wenn du dich für den KZ-Spruch entschuldigen würdest! Denk mal über die historischen Implikationen nach…

  20. flashfrog Says:

    @zappadong: Ich würde dich glatt heiraten! 🙂

    @titus:
    >> Will heissen, dass eine veränderte «Rolle» der Frau eben auch eine veränderte Einstellung (und «Rolle») des Mannes verlangt.

    Ganz genau.

    Ich habe übrigens den Eindruck, dass die Männer in Deutschland tendentiell emanzipierter sind als in der Schweiz. Das mag mit dem 2. Weltkrieg zusammenhängen. Damit, dass die Frauen erlebt haben, was ihre Väter, Brüder, Ehemänner angerichtet haben an Zerstörung und Massenmord. Die kamen dann aus dem Krieg zurück in ein in Trümmern liegendes Land, die Männer, als Verbrecher, als Versehrte, als traumatisiertes Häufchen Elend, oder häufig auch gar nicht.
    Und die Frauen mussten allein sehen, wie sie klarkommen und ihre Kinder durchbringen unter schwierigsten Bedingungen. Und haben dabei gemerkt, dass sie das KÖNNEN: Und haben dieses Selbstbewusstsein an ihre Töchter und Enkeltöchter weitergegeben.
    In der Schweiz gab es das in dieser Form nicht, deswegen haben konservativere patriarchale Denkmodelle dort wohl stärker überlebt, vermute ich.

  21. flashfrog Says:

    Und noch zu den „Feuchtgebieten“, weil mich das immer ärgert, dass das immer als irgendwie emanziiert eingestuft wird: An dem Buch ist nun wirklich rein gar nix emanzipiert: Es geht um ein Mädchen, das aufgrund einer Intimrasur(!)-Verletzung im Krankenhaus liegt, psychisch verstört, weil mit einer geschiedenen Mutter aufgewachsen, mit Sehnsucht nach einer „heilen Familie“, und am Ende lässt sie sich von ihrem Prinzen aka dem hübschen Krankenpfleger retten und auf seinem Schimmel heimführen. Das ist Aschenputtellei reinsten Wassers!

  22. Zappadong Says:

    @ danke (fürs Heiratenwollen). Ich habe Herrn Zappadong und er hat mich … und ich denke, das ist gut so 🙂

  23. Mara Says:

    @ Zappadong

    Jep, es gibt genügend Paare in meiner Umgebung, wo es nicht klappte mit Kindern – und manchmal bin ich schlichtweg neidisch auf ihre Reisen nach Indien, Neuseeland und die Antarktis…
    Aber nicht morgens wenn mich jemand mit kleinen kalten füssen aufweckt und mir ins Ohr schreit..“bin schon wach“..:-)
    PS: und anschliessend gehen wir dann den grossen wecken..:-))

  24. Zappadong Says:

    @ Mara: Ich sage mir immer, es gibt für alles eine Zeit. Und wenn wir lernen, nicht so ungeduldig durchs Leben zu gehen, kommt irgendwann auch wieder die Zeit der grossen Reisen oder der langen Abgeschiedenheit in einem Bergtal. Halt einfach nicht jetzt. Jetzt ist anders schön. Kinder in der Teenagerzeit – Eine wunderbare Phase, von der ich (fast) keinen Augenblick missen möchte (ich sage das völlig ironiefrei).

  25. uertner Says:

    Interessanter Artikel der Taz dazu

    http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-maier-die-licci-die-kaufmann/

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