Minarette in Deutschland: aufgekl. Muslima vs. Altkanzler

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Die Debatte, die sich in Deutschland entspinnt, wo in der liberalen „Zeit“ Altkanzler Schröder eingeladen wurde, seine Konfirmanden-Theorie über den „Islam“ darzulegen, und der FAZ, in der Necla Kelec gekonnt kontert, scheint mit sehr symptomatisch. Obschon ich – ich wiederhole mich – noch nie in Berlin einen Döner gegessen habe und darum zu deutschen Fragen schweigen sollte, möchte ich die beiden Artikel hier in der Beiz anzeigen, zur Diskussion.

upgrade 12.12.2009: auch der Blick von heute schlägt seinen Lesern die beiden Texte vor! Die Beiz war wieder vorne!

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6 Antworten to “Minarette in Deutschland: aufgekl. Muslima vs. Altkanzler”

  1. Diana Says:

    Tatsächlich fassen beide Texte sehr gut die Grundproblematik zusammen. Zum einen Schröders typische, oberflächliche Verharmlosungshaltung, die eigentlicher Gegenstand auch meiner Kritik ist, und die, da weit verbreitet, vermutlich überhaupt erst zum Ja der Inititiave geführt hat: Bei all jenen, deren Ängste so eher verstärkt, denn gemildert werden. Zum anderen die wiklich fundierten Aussagen von Necla Kelek, die die Komplexität des Themas erkennen und ansprechen.

  2. flashfrog Says:

    Wenn der Blick beim Uertner abschreibt, spricht das allerdings nicht unbedingt für den Blick. 😉

    Schröder ist mit Sicherheit kein Islam-Experte, aber zum Glück läuft die Debatte in den deutschen Medien sehr viel differenzierter als von Uertner suggeriert
    Das war in den Schweizer Medien bis vor Kurzem offenbar auch der Fall:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/minarette_im_fussball-design_1.2216429.html

  3. Titus Says:

    «Nur noch jede vierte Frau ist erwerbstätig. Vor Erdogan war es noch jede Dritte.»

    Ähm, hat das jetzt etwas mit dem Islam zu tun oder nicht eher mit Erdogan? Mir scheint, der FAZ-Autor argumentiert auch ziemlich undifferenziert – möge er heissen wie er will…

  4. Thinkabout Says:

    @Titus
    Erdogan bedient – ganz Politiker wie es Schröder auch immer bleiben wird – sehr wohl auch die Bedürfnisse der Fundamentalisten. Ich wage zu behaupten, ohne einen Kotau da und dort kannst Du in der Türkei gar nicht regieren. Seine Frau tritt nur mit Kopftuch auf oder bleibt ganz zu Hause. Und das ist ganz im Sinn der konservativen Muslime.
    Und ich sehe nicht ein, weshalb man hier nicht einen Link zwischen Erdogan und dem Islam herstellen kann. Man hat es auch beim Dichterzitat durch Erdogan mit den Helmen, den Soldaten und den Bajonetten so gehalten. Und dies zu Recht.

  5. zappadong Says:

    Lesetipp:

    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/die_muehen_der_deutschen_mit_der_direkten_demokratie_1.4224368.html

  6. uertner Says:

    Auch in der „Zeit“ hat Peer Teuwsen einen vieldiskutierten Artikel zum Thema verfasst.
    http://www.zeit.de/2009/52/Schweiz-Widerspruch

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