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Der Bund Abrahams und das säkulare Menschenrecht auf „Selbstbefleckung“

Januar 30, 2010

Das Minarettverbot hat in der Schweiz die Parteien der wohlmeinenden Korrektdenker etwas aus der Bahn geworfen. Nachdem die CVP und andere Parteien plötzlich auf den Zug der Verbote mit Vorschlägen auch noch aufspringen wollten, ist es nun den Schweizer Grünen gelungen mit Realsatire allen anderen Parteien den Rang abzulaufen. Die Partei der Umwelt hat sich nach Kopenhagen auf ihr wahres Kerngeschäft: die Gendertheorie besonnen. Denn der Tag des jüngsten Gerichts soll uns – wenn wir den Weltuntergang schon nicht verhindern können – als perfekt gleichgestellte Männlein und Weiblein ereilen. Wenn nun die Beschneidung bei Frauen verboten worden ist, müsste dann nicht auch die Beschneidung der Männer bei Juden und Muslims verboten werden? So rein atheistisch säkular ein naheliegender Schluss.

Damit fallen die Grünen Radikalrationalisten hinter die Position des Apostel Paulus zurück, der die Beschneidung als äusserliches Zeichen von den Taten des Menschen abhängig machte:

17 Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden.26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt?27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott. Röm. 2, 17 – 29

Gleichzeitig torpedieren sie die „abrahamitische Wurzel“ der drei monotheistischen Weltreligion (Judentum, Christentum und Islam), indem der Auftrag der Beschneidung eben gerade an Abraham erging

Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden. 1.Mose 17, 10

Wo man sich jetzt wenigstens zwischen Juden und Muslims einig war, wird nun alles rationalistisch dem atheistisch-säkularisierten christlichen Dogma der Nicht-beschneidung unterstellt.

Während man für die Abschaffung der Sonderfriedhöfe für Juden und Moslems wenigstens noch rationale Begründungen anführen kann und man bei dem Verbot der Beschneidung der Frauen auf ihre verminderte Orgasmusfähigkeit beim Beischlaf hinweisen kann (Menschenrecht auf den weiblichen Orgasmus). Wird es beim geforderten Verbot der Beschneidung der Männer – die mag tatsächlich „irrational“ sein – schon ungleich schwieriger, weil man ein grundlegendes Symbol der jüdischen und auch muslimischen Religion angreift.

Über den Einfluss der Beschneidung des Mannes auf den weiblichen, wie auch den männlichen Orgasmus sind verschiedene Meinungen im Umlauf. Jüdinnen sollen den beschnittenen Penis sowohl als ästehtischer als auch befriedigender empfinden, Christinnen sehen es wieder anders. Unbestritten scheint zu sein, dass die Vorhaut des Mannes bei der Masturbation eine gewichtige Rolle spielt. So kam es, dass sich in Zürcher Zeitungen bei der Diskussion um den unsinnigen Vorschlag eines Beschneidungsverbotes auch für Männer, rührige genderbewusste Ärztinnen sich für das Selbstbefriedigungsglück des Mannes zu sorgen begannen.

Damit wurde die Satire über die in Deutschland an Schulen angeblich eingeführten konfessionell getrennten Masturbationsräume, durch die Realsatire der Schweizer Grünen noch getoppt. Gleichzeitig dürfte nun allen klar geworden sein, was wir im Abendland gegen das Morgenland zu verteidigen haben: nicht nur das Recht auf Abtreibung und Leben ohne Burka, sondern auch das Recht auf männliche Masturbation. Wahrlich zwei Errungenschaften für die sich der Heldentod am Hindukusch lohnt!