Antwort auf „Killerargumente“ im mamablog

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Lob und Dank, dem Mamablog, der hier auch die Denke und Schreibe der Befürworterinnen der Waffeninitiative ausbreitet. Dazu einige Feststellungen.

  1. Öffentlich/Privat. Die Argumentation, die vom Kern- und Angelpunkt des ehelichen Unholdes mit Offiziersgrad, Dienstpistole und angesehener öffentlicher Stellung ausgeht, verwischt eben genau die grosse Errungenschaft des römischen Staatsrechtes und der bürgerlichen Moderne: die strikte Trennung von Privat und öffentlich. Diese Trennung ist durch den Eintritt der Frau in die öffentliche Debatte tatkräftig verwischt worden: ich denke an die Einführung des Offizialdeliktes der Vergewaltigung in der Ehe, der staatlichen Zuständigkeit für die Alimentierung der arbeitenden Mütter im Kindsbett (Mutterschaftsversicherung), die staatliche Zuständigkeit für eine garantierte pädagogische Tagesstruktur für die Wunschkinder gendermaingestreamten Korrekt-Partnerschaften auf Gemeinde-Ebene (Forderung der SP). Die Waffeninitiative will ein sozialpsychologisches, privates, individuelles Problem mit einem generellen Paradigmenwechsel von welthistorischer Bedeutung beheben. Denn wenn die Schweiz (das geistige Vorbild der USA) den „Tellenmythos“ Schillers verrät, dann ist er für immer aus dem „freien Westen“ verschwunden (das „chinesische Zeitalter“ lässt grüssen).

 

  1. Reflexionshorizont. Klar spricht die Autorin die Zeitumstände, die zur Petition und zur Waffeninitiative führten, an:

Der Mord an der ehemaligen Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet vor viereinhalb Jahren war der tragische Höhepunkt einer Serie von neun «Familiendramen», bei denen innerhalb von sechs Monaten 18 Menschen erschossen wurden. Die Täter: Ehemänner und Väter der Opfer.“

Es ist immer heikel aus einem populistischen Alarmismus heraus grundsätzliche Prinzipien über Bord zu werfen (die peinliche Ausschaffungsinitiative lässt grüssen!). Sozialpsychologisch lässt sich feststellen, dass die Menschen in den letzten zwanzig Jahren – paradoxerweise seit 1989! –  zunehmendem Stress ausgesetzt sind: Medienbeschleunigung, Globalisierung, berufliche Existenzängste, verunklarte Geschlechterrollen, Liberalisierung von Polizeistunde, Vergnügungsindustrie, Geld- und Glücksspielen, Drogen.  Das „Ratsherrenschiessen von Zug“ anno 2001, dieser abscheuliche Schandfleck im Eidgenossenschaft erwähnt die Autorin bezeichnenderweise nicht  (denn 14 tote  Politiker sind weniger „herzig“ als „Teddybären, Frauen und Kinder“> Emotionalkitsch). Aber unsere Politiker bewiesen Haltung: Die Kontrollen wurden verschärft, aber Regierungs- und Bundesräte bewegen sich immer noch freier im Volk als alle anderen Politiker Europas. Der schillersche Tellenmythos wurde 1804 formuliert. Die Schweizer Frauen waren 1798 bis 1803 auf Gnade und Verderben den französischen, österreichischen und russischen Truppen ausgeliefert. Manche Schweizerin hat da eine französische Vorderladerflinte an den Schläfen gehabt, ein russisches Bajonett an der Kehle als sie geschändet wurde. Seit 1989 glauben wir im „ewigen Frieden“ zu leben. Auch Friedrich Schiller glaubte in einer Epoche „ewigen Friedens“ zu Leben, als er im Mai 1789 seine Antrittsrede als Geschichtsprofessor in Jena hielt. Am 14. Juli 1789 begann mit dem Sturm auf die Bastille eine neue, unglaublich blutige Epoche der Geschichte. Wer eine Einrichtung die sich über 136 Jahre von Ururgrossvater zu Urgrossvater, über Grossvater, zu Vater und Sohn erhielt, wegen einer Häufung von Fällen in „ein paar Monaten“ umstossen will, muss sehr trifftige Gründe haben.  Seit 1874, als die „Waffe in der Hand des Wehrmanns“ eingeführt wurde, wurde keine einzige Schweizer Frau von fremden Soldaten auf Schweizer Boden vergewaltigt. Italienerinnen, Deutsche und Französinnen, Däninen, Holänderinnen, Belgierinnen etc. pp.  können das von sich nicht behaupten.

  1. Der „böse Mann“. Interessant, dass die Autorin folgende Gesichtspunkte ausblendet: Feministinnen haben sich jahrelang eingesetzt auch als Frauen „an den Waffen“ ausgebildet zu werden. Wir haben jetzt weibliche „top guns“, weibliche „AdAs“ („Wehrfrauen“) die ebenso von der Initiative in ihrem Stolz getroffen und pauschal vorverurteilt werden. Die Sozialpsychologisch angespannte Situation unserer Übergangsepoche führt dazu, dass auch Frauen nun in exponierten beruflichen Verantwortungen „Männergewalt“ und „erweiterten Suizid“ ausüben. Ich denke da an jene Polizistin, die mit ihrer Dienstwaffe ihre schlafenden Kinder erschoss (wäre nach der Waffeninitiative immer noch möglich) und jene Lörracher Anwältin (eine top-rationale Karrierefrau), die in einem rasenden „Amoklauf“ ihren Ex-Partner, ihren Sohn und wahllos Pfleger im Spital von Lörrach niederschoss (obwohl in Deutschland das Waffenrecht viel strenger ist), bis sie im Feuer der Ordnungskräfte starb.  
  2. Empathiefähigkeit. Es ist aus der Militär- und Männerforschung unbestritten, dass der Militärdienst die Empathiefähigkeit der Männer enorm fördert. Kameradschaft, Zusammenhalt in Widrigkeiten sind Werte die in einer Rekrutenschule, in Weiterbildungen und WKs erlebt und eingeübt werden. Zur Ausbildung gehört auch die drastische Aufklärung über die Durchschlagskraft der Projektile und verheerenden Folgen von Schusswunden im Rahmen der „Kameradenhilfe“. Wenn zusammen geschossen wird, wird der „7. Sinn“ für die Waffe des Nebenmannes geschärft. In Schützenständen herrscht eine angespannte Ruhe, ein „vaterländerischer Ernst“, manche Schweizerin weiss woran sie erkennt, ob die Waffen geladen ist oder nicht. Weil meine Frau mit dem Gewehr im Haus etwas unwohl war (sie selber wuchs mit verschiedenen Waffen auf und übte mit dem Luftgewehr als Kind), haben wir das Schloss beim Schwiegervater deponiert. Jedes Paar kann hier eine individuelle Lösung finden: wenn heute über Verhütung und Familienplaung und Budget in guten ehelichen Treuen partnerschaftlich verhandelt wird (ohne „Oberhaupt der Familie“), dann wird es auch für die Waffenfrage einvernehmliche und kreative Lösungen geben.
  3. Erniedrigung und Haltung. Hillary Clinton zeigte sich in der Öffentlichkeit an der Seite ihres Mannes während der „Lewinsky-Affäre“. Wurde je eine westliche Frau vor der Weltöffentlichkeit mehr gedemütigt? Warum hielt die jetzige Aussenministerin der USA das durch? Weil sie sich sagte, auch wenn mein Mann ein Schwein ist, bleibt er „My President“ und als Bürgerin der USA, ist es meine Pflicht, den Präsidenten zu stützen. Ausserdem imponiert ihr die Haltung einer saudischen Prinzessin, die vom „soldierung on!“ sprach („aufstehen, weiterkämpfen“). Der aufrechte Mensch in Freiheit, ist jederzeit seines Glückes Schmid und: ja, wenn der Mann – oder die Frau – eine öffentliche Rolle im Staat spielt, gibt es komplexere Güterabwägungen zu treffen, als im lärmenden Unterschichtsfernsehen auf RTL („Das geile Schwein, hat mich verascht, so einem Abschaum gehört die Fresse poliert, also … “). Auch der Vater Bellet, der Sohn, Enkel und Schwiegertochter verlor, hat sich in der Presse zitieren lassen: „Ich bin Wehrmann, was mein Sohn getan hat, kann ich nur verurteilen, aber deswegen müssen nicht die Gesetze geändert werden.“
  4. Reifeprüfung des Frauenstimmrechts. Der Bundesrat (mit Frauenmehrheit) und viele weiblichen Eidgenössischen Räte (Ida Glanzmann (CVP), die Mehrheit der  FDP-Frauen) haben sich gegen die Intiative gestellt, die aus SP-Frauen- und Pazifistenkreisen kommt, welche die Armee ohnehin abschaffen wollen. Vielleicht wäre auch dies eine staatsbürgerliche Überlegung wert: Wird da nicht der erste Bundesrat mit Frauenmehrheit vom Stimmvolk desauvouiert, wenn in der grundlegenden Frage der Waffeninitiative der Regierung die Gefolgschaft verweigert wird? Es könnte sich zum geistigen „Waterloo“ des Frauenstimmrechts ausweiten. Giovanni Rostagno, ein protestantischer Prediger, der 1925 im Eröffnungsgottesdienst der 6. Völkerbundssession in Genf unter dem Titel „La Paix!“ predigte und das Ende des Prinzips „si vis pacem, para bellum“ (wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor) verkündete, musste als alter Mann kurz vor seinem Tod im Advent 1944 die von den Nazis an Laternen zur Abschreckung erhängten Partisanen betrachten.
  5. Mögen wir Schweizer vor unserem Gewissen die richtige Entscheidung treffen mit kühlem Mute, und möge Gott uns gnädig sein, wenn es die Konsequenzen dieser staatspolitischen Grundsatzfrage auszubaden gilt. 
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38 Antworten to “Antwort auf „Killerargumente“ im mamablog”

  1. flashfrog Says:

    Es gibt einfach keinen einzigen vernünftigen Grund dafür, Kriegswaffen, die ausschliesslich dafür bestimmt sind, in Kriegen Menschen zu töten, z.B. Sturmgewehre, Panzer oder Atombomben, in Friedenszeiten unter dem Ehebett aufzubewahren.

    Einen freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat haben wir nicht WEIL es Schusswaffen gibt, sondern, genau im Gegenteil: weil die Machtausübung durch demokratische und zivilisierte Spielregeln und nicht durch brutale willkürliche Waffengewalt bestimmt wird.

    Und, uertner, du willst eine Vergewaltigung unter Todesdrohung durch den eigenen Partner doch sicher nicht mit einer Situation vergleichen, in der ein Typ mal fremdvögeln geht?

  2. uertner Says:

    Sorry, flashfrog. Hier können deutsche Hirne einfach nicht mitmachen. Die deutsche Waffenunfähigkeit ist täglich, ja stündlich im Hindukusch zu beobachten, wo Australier, Neuseeländer, Amerikaner und Briten immer wieder die „biederen Deutschen“ unter grossen Verlusten raushauen müssen, weil diese auf den Schiessbefehl von Frau Merkel warten, oder „selbstständig“ ganze Tankwagen Hops-Gehen lassen.

    Zwei grosse Deutsche würden die Schweizer Lösung verstehen. Friedrich Schiller, der Dichter der „Räuber“ (1783) und des „Wilhelm Tell“ (1804) und der jüdische Sozialist Ferdinand Lasalle, der sich mutig 1862 gegen den aufkommenden preussischen Militarismus stellte.
    http://www.gewaltenteilung.de/lassalle.htm
    Ich weiss, liebe flashfrog, du lebst in der Nachkriegszeit von 1945. Sorrry, die Schweiz hat die Kriege 1870/71, 1914-18 und 1939-45 „verpasst“. Wir waren halt „neutrale Weicheicher“, aber mit der Ordonnanzwaffe im Haus. Aber „deutsche Ratschläge“ in der Waffenfrage brauchen wir ebensowenig wie SPD-Politiker, die mit „den Soldaten“ oder der „Kavallerie“ drohen. In dieser Frage wird es keinen Konsens geben und auch keinen Kompromiss. Wir sind die Eidgenossen, die „Cowboys“ Europas, ihr seid dank „Deutsch-Amerikanischer-Freundschaft“ die moralischen Musterknaben Europas. Warum ist der neutrale Cowboy attraktiver als der Musterknabe am Hindukusch?

    Ihr macht ja jetzt Schluss mit Wehrplicht und unter dem charismatischen von und zu Guttenberg wird eine neue deutsche Kriegerkaste auferstehen, die endlich wieder ballern darf. Wir sind gespannt auf die Zweitauflage der Waffen-SS.

  3. flashfrog Says:

    @uertner
    ————————
    Achtung! Wichtiger Systemcheck!
    ————————
    Falls Sie obigen Kommentar NICHT mit einem Federkiel geschrieben und mit einer Postkutsche versandt haben, befinden Sie sich in einem anderen Jahrhundert als Sie glauben!
    Bitte laden Sie ein Realitätsupdate herunter!

  4. Mara Says:

    Eigentlich kann man auf so viel Frauenfeindlichkeit nicht antworten – die Seltsamkeit hat es schlicht nicht verdient.
    Hier nur ein paar kleine Anmerkungen zu den schlichten Argumenten die so auch in ihrer Sachlichkeit falsch sind.

    zu 1. Die Anwältin aus Lörrach scheiterte gerade an ihrem Nichterfolg – keine Karriere aber auch keine Familie. Ansonsten ist der erweiterte Suizid ein typisches Männerphänomen – und in der Schweiz statistisch weiter verbreitet als in sonsten westlich bürgerlichen STaaten.

    zu. 2 Emphatiefähigkeit? – wohl auch früher Männerbund genannt. Wirtschaftswissenschaftliche Forschung geht inzwischen davon aus, dass Gesellschaften/Unternehmen ohne diese emphatischen Mànnerbünde effektiver und sozialfreundlicher Funktionieren – z.B weniger psychische Krankheiten in Unternehmen.

    zu 3. hab ich schlicht nicht kapiert.

    zu 4. Es funktioniert nicht, auf der einen Seite Frauen als Ganzem jegliche Rationalität abzusprechen – um anschliessend wieder ein paar Frauen auf den Trohn der Vernunft zu heben. Bitte entscheiden sie sich in ihrem einfachen Gruppendenken mal für eines. Die Abstimmung geht nicht um die Armee.. sondern um den Auftenthaltsort der Waffen.

    Lang lebe der Säkuläre Staat!

  5. Mara Says:

    @flashfrog
    Vielleicht fühlen sie sich dann männlicher, so mit Waffe unterm Bett – wenn es schon nicht zum Mercedes vor der Tür gereicht hat..;-)

  6. uertner Says:

    Hier Realtitätsupdate für die deutsche Anwältin in der CH und die Wolkendesignerin in von einer fb.Bekanntschaft einer Frau die sich wissenschaftlich mit internationalen Sicherheitsfragen beschäftigt.

    „Hallo! Da bin ich nun….. habe mîr gerade die NZZ am Sonntag zu diesem Thema angelesen. Erstaunliche Kommentare 🙂 Leider ist es mir am Wochenende nicht möglich dort meinen Kommentar abzugeben (sowas gibt es wirklich nur bei Schweizer Med…ien) …. Ich bin etwas verwirrt, da wird doch immer nur davon gesprochen, dass es Frauen und Kinder trifft und Männer Selbstmord begehen mit der Ordonanzwaffe. Nun bin ich aber eine Frau mit Waffe ! Müssen sich nun die Männer vor mir in Acht nehmen ? Eigentlich weiss ich mit meiner Waffe umzugehen. Und ich werde auch in Kriegsgebieten nicht auf Kinder schiessen. Das widerspricht der Convention…. ziemlich schwieriges Thema wie es scheint. Ich kann das ganze aber auf 3 Kernpunkte reduzieren:

    1. Selbstmord – es gibt wohl kein Gesetz dagegen. Und so einfach ist abdrücken auch nicht wie sich das die Befürworter vorstellen.

    2. Gewalt gegen Frauen und Kinder – solche Waffenbesitzer gehören vor Gericht oder den Kadi. Es ist gegen das Gesetz und somit strafbar. Also anzeigen ! Und Selbstverteidigungstechniken erlernen wie KravMaga … das gibt Selbstvertrauen und das wirkt mehr. Auch gegen nicht waffentechnische Gewalt.

    3. Ordonanzwaffe – es obliegt mir die Waffe zu pflegen und zu reinigen. Und das tue ich mit viel Bedacht. My rifle is my buddy! Wer soll das bitteschön bezahlen ? Ich mit meinen Steuern ? Nö…. da sorge ich doch lieber selber unter Einbezug der geltenden Regeln für meine Waffe.Mehr anzeigen“

  7. uertner Says:

    @flashfrog
    Mit einem ähnlichen Post hat es eine Schweizer Moderatorin in die letzte „Hauptstadt“ gebracht. Der Fernsehdirektor musste sich öffentlich für sie entschuldigen. Ich hoffe die deutsche „Admina“ der „beizzweinull 2.0“ hat ebensoviel Stil wie ein Schweizer Fernsehdirektor und will sich für diesen faux-pas (Missgriff) hier entschuldigen wollen. Ansonsten wäre die Zusammenarbeit mit der „beizzweinull“ für mich sofort sistiert. (zügle alle meine Texte hier weg).
    Der Anstand verbietet es mir auf selbigem Niveau zu kontern. (und ich wüsste schon in welche Kerbe ich hauen müsste um grossen Effekt zu erzielen).

  8. flashfrog Says:

    @uertner: Hey, das war ein dummer Spruch von mir und eine allgemeine Vermutung über die möglichen Motive mancher der Betroffenen, nicht auf dich oder sonst irgendjemanden persönlich bezogen. Habs gelöscht. Ok?

  9. Mara Says:

    Ich les auch lieber solche Artikel:

    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/selbstmorde_schusswaffen_schweiz_armeewaffen_1.8998436.html

  10. flashfrog Says:

    @Mara. Ja, ich lese auch lieber so differenzierte:
    http://www.rp-online.de/politik/ausland/Hass-im-Herzen-die-Waffe-in-der-Hand_aid_950993.html
    Wenn der Täter nur ein Messer gehabt hätte, wären die Opfer mit grosser Wahrscheinlichkeit noch am Leben.
    Und polemische, hassschürende politische Rhetorik + Schusswaffen sind generell eine üble Kombination.

    @uertner: Auch für Frauen gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund dafür, ihre Kriegswaffen, die ausschliesslich dafür bestimmt sind, in Kriegen Menschen zu töten, z.B. Sturmgewehre, Panzer oder Atombomben, in Friedenszeiten unter dem Ehebett aufzubewahren.

  11. flashfrog Says:

    Noch ein lesenswerter:
    http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Ich-sah-wie-Mutter-und-Kinder-mit-der-Waffe-bedroht-wurden/story/22609797

  12. uertner Says:

    Ach Gottchen, wenn ihr hier eine linksammlung von „Unglücksfällen und Verbrechen“ machen wollt: wohl bekomms und frisch gewagt. Ich habe eher rechtliche und staatspolitische Fragen aufgeworfen. Bei der Abtreibungsfrage ist es ja auch tabu Rührgeschichtchen aufzustischen (und bei 11’000 Abtreibungen liesse sich doch noch die eine und die anderes süffige Story finden), verstehe warum die Waffenfrage nicht auch mit ähnlich menschenverachtender, pragmatischer Nüchternheit verhandelt werden kann? Schliesslich sterben im allerhöchsten Fall (die gruseligen Hochrechnungen der Befürworter 300 menschen durch Armeewaffen im Jahr) das sind nur 3% der abgetriebenen Föten. Dann lass uns doch auch über die Waffenfrage ebenso unemotional und sachlich diskutieren wie über die technische „Fristenlösung“.

  13. Mara Says:

    @flashfrog

    Typische emotionale Verpackung der SVP – aber als Argument das dahintersteht aus meiner Sicht das Wichtigste. Die Waffen sind einfach Angsichts der hohen Raten an häuslicher Gewalt eine grosses Bedrohungspotential für die Opfer. Da einfach zu sagen sie könnte ja aus der Beziehung einfach ausbrechen berücksichtigt in keinster Weise die Erkenntnisse die man in der Forschung zu diesen Bereich gewonnen hat – Abhängigkeitsverhältnisse lassen sich halt nicht „einfach“ so lösen.

  14. uertner Says:

    @Mara
    „Abhängigkeitsverhältnisse lassen sich halt nicht „einfach“ so lösen“ Ein interessanter Satz von einer Anwältin im angehenden 21. Jahrhundert in der Eidgenossenschaft. Heisst das nun, dass Frauen in der Ehe keine „Juristisch handlungsfähigen Subjekte“ mehr sind? Sind sie durch Verheiratung in einen zustand verminderter Mündigkeit verfallen? Wenn dies die Ergebnisse der neuesten Forschung sind, müsste man sie nicht unter die „Munt“ eines Mannes stellen. Müsste man allenfalls den Mann wieder zum „Oberhaupt der Familie“ erklären, damit er diese Verantwortung für das nur noch vermindert mündige Weibchen übernehmen kann. Mara, erklär mir das bitte. Ist nun die verheiratete FRau ein „mündiges Rechtssubjekt“ oder ist die verheiratete Frau „ein vermindert Mündige Daueropfer des Mannes“. Müsste man dann nicht zu einer Männerfreien Kinderaufzucht übergehen? So rein logisch?

  15. Mara Says:

    @uertner
    Zum einen ist Ihnen ganz sicherlich aufgefallen, dass ich weder von Mann – noch von Frau geschrieben haben, sondern von häuslicher Gewalt.
    Zweitenst heisst es häusliche Gewalt – selbstverständlich sind darunter auch Gewalt in Ehebeziehungen mit einzubeziehen, aber eben nicht nur.

    Mir ist durchaus klar, dass die Schweizer Gesellschaft davon lebt, dass jedeR Erwachsene Mensch völlmündig und immer und stetig jegliche Kraft besitzt das Beste in seinem Leben zu erreichen. Dieser liberale Mythos ist etwas was ich persönlich sehr hochhalte. Davon lebt eine bürgerliche Gesellschaft und die Demokratie.
    Aber sowohl Männer als auch Frauen sind auch Teil ihrer Herkunft – und Opfer von häuslicher Gewalt haben es weder gelernt, noch je die positive Erfahrung gemacht, dass Beziehungen auch ohne Gewalt möglich sind – es fehlt sozusagen die Konditionierung auf das Gewaltfreie. Sich aus diesen Konditionierungen zu lösen ist extrem schwierig und wenn überhaupt nur mit jahrelanger Therapie zu schaffen. Aber nur weil jemand in einem bestimmten Aspekt eine selbstzerstörerisches Element in seiner Persönlichkeit hat, heisst das noch lange nicht, dass jemand auch ansonst vielleicht die Mündigkeit abgesprochen werden muss.
    Nichtsdestotrotz halte ich es auch für eine gesellschaftliche Aufgabe diese Menschen zu schützen, gerade weil häusliche Gewalt nicht nur ein Randgruppenphänomen ist.

    Ansonsten ist ihr Text so durch und durch menschenverachtend, dass ich ihn nur als Teil eines ironisch provokativen Spiels betrachten kann – und nicht als ernsthafte Diskussionsgrundlage.

  16. uertner Says:

    @Mara
    Welchen Text meinen Sie nun? Meinen letzten Kommentar,oder der Ausgangspost. Und können Sie mir die menschverachtenden Sachen darlegen? Vielleicht muss ich mich in dieser Hinsicht noch bessern.

  17. flashfrog Says:

    @uertner: Völlig unabhängig vom Geschlecht: In jeder Beziehung, die durch Gewalt und Gewaltandrohung geprägt wird, ist das Opfer dieser Gewalt unfrei. Eben durch diese Gewalt. Das ist ja gerade das Wesen tödlicher Waffen: Dass sie das Opfer zwingen, in der äussersten Bedrohung des Lebens Dinge zu tun, die es unter normalen Umständen und freiwillig niemals tun würde.
    Vielleicht durch den Satz: Wenn du mich verlässt, dann bringe ich die Kinder um. Oder den Satz: Wenn du mich verlässt, dann bringe ich mich um und du bist schuld.

    Das bedeutet indes nicht, dass das Opfer dieser Gewalt geisteskrank ist und deswegen vom Täter entmündigt werden darf. Der Täter gehört in Therapie. Und das/die Opfer in einen vor dem Täter geschützten Raum.
    Und, ja, deine Argumentation ist menschenverachtend. Besserung wäre äusserst begrüssenswert.

    Die Abtreibungsdebatte wäre ein komplett anderes Thema, das hier eigentlich nix verloren hat. Nur soviel dazu: Um eine ungewollte Schwangerschaft herbeizuführen braucht es 2 Beteiligte: einen männlichen und einen weiblichen. Die Verantwortung dafür ist also geschlechtermässig sehr gleichmässig verteilt. (Wobei es vermutlich häufiger der männliche Teil ist, der die Benutzung eines Kondoms verweigert.) Der entscheidende Unterschied ist aber: Der Mann kann sich einfach aus dem Staub machen und damit ist die Sache für ihn in vielen Fällen erledigt. Für die Frau bedeutet die Schwangerschaft, dass sie für die nächsten 20 Jahre ihr Leben komplett umstellen und auf das Kind einstellen muss, in jedem Aspekt ihres Lebens. Und je schlechter die Chancen für sie sind in einer Gesellschaft, trotz Kindern ein selbstbestimmtes, erfülltes, finanziell unabhängiges Leben zu führen, je verantwortungsloser sich der männliche Coproduzent verhält, und je weniger Kinder und ihre speziellen Bedürfnisse in einer Gesellschaft berücksichtigt werden, umso schwerer wird es ihr gemacht, sich für das Kind zu entscheiden. Ich glaube, keine Frau macht sich diese Entscheidung leicht. Aber wie gesagt, das wäre ein extra Thema und hat mit der Frage, ob es notwendig und sinnvoll ist, massenweise Kriegswaffen in Privathaushalten mehr oder weniger ungesichert herumliegen zu lassen, nichts zu tun.

  18. uertner Says:

    @flashfrog
    Die Waffeninitiative berührt im Kern die Staatsverfassung, weil sie den Kern der Heeresverfassung aushölt. Da der „Eidgenosse“ historisch nicht als Schutzbefohlener der „Europäischen Menschenrechtskonvention“ konzipiert wurde, schon zu schillers Zeiten, denn Schiller wählte das Schweizer Vorbild, als er schon fast auf dem Totenbett mit dem „Wilhelm Tell“ seine ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts abschloss. Das Urbild des freien, aufrechten Menschen wurde ist das Erbe, das die Eidgenossenschaft gegen die aus Europa hereinschwappenden „Maras“ und „flashfrogs“ zu verteidigen hat. Dass dies auch Opfer fordert ist unbestritten. Deutschland geht einen anderen Weg. Musste einen anderen Weg gehen, weil es 1945 am Boden lag. Die „Waffe im Haus“, welche mit der völkerrechtlichen Anforderung der „bewaffneten Neutralität“ verknüpft ist, die wiederum die Schweiz als Depositärstaat des humanitären Völkerrechts sichert, fordert weniger Tote pro Jahr als die Auslandeinsätze, die Deutschland im Rahmen der NATO-Solidarität wird leisten müssen. Politik ist nicht gratis zu haben. Gratis gibt es „scheinbar“ nur Hartz IV und EMRK-Rechte in Deutschland.

    Deutschland hat den Willen zur „Unterschicht“ zum Gesetz erhoben. Darum kommen alle die „Mittelschicht“ und „Oberschicht“ sein wollen in die Schweiz. Die Schweiz versteht sich als Landfriedensbündnis freier Menschen. Es gibt hier keine Unterscheidung zwischen „EMRK“-Schutzbefohlenen mit Hartz IV und „nützlichen Idtioten“ die man in den Hindukusch schickt. Selbst im Sozialbezüger-Haushalt kann eine Armeewaffe sein, die den Stolz rêpräsentiert, sein Schicksal selber bestimmen zu wollen und nicht „an die Politik“ zu delegieren. „Wir sind der Staat“ und „wir sind die Politik“ solche Sätze prägen die Schweiz. Deutschland kennt diese Sätze nicht, weil Deutschland als leicht eroberbarer Flächenstaat auf hierarchische Militärstrukturen angewisen ist. Diese haben unterschiedliche Motti gehabt in der Geschichte. vom preussischen „Gott mit uns“ das in des Kaisers „Not kennt kein Gebot“ und en ersten Weltkrieg führte, über den unchristlichen „völkischen Antibolschewismus“ der Nazis zum nun säkularen Gutmenschentum des politisch eingemitteten Wohlfahrtsstaates unter der gütigen Frau Merkel.

    Darum glaube ich nicht, dass Menschen mit einem ganz anderen historischen Erfahrungshintergrund und einem von diesem Erfahrungshintergrund geprägten politischen Bewusstsein der Schweiz in dieser Frage raten können oder auch sollten.

    Wer einen „waffenfreien Haushalt“ hat, lässt sich vielleicht auch in Stuttgart mit dem Wasserwerfer von der Strasse pusten, duldet das Aufkommen der italienischen, russischen etc. Maffia auf seinem Territorium. Und braucht Helden wie den gesteinigten Märtyrer Sarrazin, um das Volk aufzurütteln. Wir haben seit 1979 Blocher in der Politik, welcher uns genau rapportierte, was die Volksseele beschäftigt. Die duselige „Modernisierung“ der 68er hatte in der Schweiz starke Gegenwehr. In Deutschland marschierte sie durch, weil Medien und Politik lemminghaft eine Para-Realität etablierten. 1990 bis 2001 hätte Deutschland ein Zeitfenster gehabt zur politischen Überarbeitung des „provisorischen Grundgesetzes“, zur Neudefinition einer starken Rolle in Europa. Doch Europa und Deutschland hatten Angst vor den „Geistern der Geschichte“ nun wird der „Untergang des Euro“ Deutschland in die Verantwortung zwingen. Eigentlich müssten die Deutschen aus aller Welt in die Heimat strömen, um diese grosse Aufgabe zu schultern. Aber nein, die deutschen „Leistungsträger“ fliehen eine Republik, die den Willen zum Unterschichtsstaat hat, in alle Winde und geben so das vielbeschwatzte „Friedensprojekt Europa“ dem Untergang preis.

    Umso wichtiger wird es sein, in den kargen Bergen das Bewusstsein für Freiheit und Eigenverantwortlichkeit am Leben zu halten.

  19. Mara Says:

    @uertner
    Ob Sie es nun wollen oder nicht, auch die Schweiz ist nicht mehr die Schweiz eines Schillers – war es wahrscheinlich nie. Was Sie hier ausbreiten ist ein Mythos der so gerne immer wieder gerade von Ihnen kolportiert wird – aber sicherlich nicht die Lebenswirklichkeit aller SchweizerInnen. Auch Deutschland und andere Europäer sind nicht immer so wie Sie es gerne aus Ihrer hier verwendeten Sprache oder der Religionszugehörigkeit als alleiniges Kennzeichnungsmerkmal ableiten möchten.

    Das Einzige was Sie ganz sicher mit ihrem letzten Abschnitt aufzeigen ist ihr absolute Wille andere Menschen zu beleidigen. Und es fehlt mir schlichtweg die Zeit und der Nerv stetig einfach nurauf ihre Vorurteil zu reagieren.

    PS: Die Wehrfähigkeit einer Schweiz hängt von den Waffen im Putzschrank ab? – Die Schweiz war noch nie wirklich zu verteidigen, dass erlebte man bereits zu Napoleons Zeiten (denen man hier einiges verdank) und in den „Verteidigungsstrategien“ des 2.ten Weltkriegs. Strategien in denen man gerne die Frauen und Kindern dem grossen Ganzen geopfert hat (ganz zu schweigen von ein paar Juden an der Grenze).

  20. flashfrog Says:

    @uertner: Ich finde es ehrlichgesagt auch anstrengend, mit jemandem zu diskutieren, der Mythen und Theaterstücke mit Realität verwechselt, sein Wissen über das nördliche Nachbarland offenbar ausschliesslich von RTL II und der Bildzeitung bezieht und der, weil ihm keine Argumente einfallen, warum es eine tolle Idee ist, Kriegswaffen neben spielenden Kindern zu lagern, auf Beleidigungen statt Argumente ausweicht. Nö, ich lasse mir in meinem eigenen Blog nicht den Mund verbieten. Und Mara auch nicht.

    Ein paar Fakten:
    – Es wandern statistisch doppelt so viele der Schweizer nach Deutschland aus wie umgekehrt. Nach deiner Vorstellung müsste es also der Schweiz doppelt so schlecht gehen wie Deutschland, weil die Schweizer in Scharen das Land verlassen, um im nördlichen Nachbarland ein besseres Leben zu suchen.
    – Die Sozialsysteme in Deutschland und der Schweiz sind durchaus vergleichbar. Sie sind eine Versicherung für die Demokratie. Stell dir mal für einen Augenblick vor, all diese Menschen hätten keine andere Möglichkeit an die fürs Überleben notwendigen Mittel zu kommen als durch Kriminalität und Gewalt. Und dann stell dir weiter vor, alle diese Menschen hätten Schusswaffen…
    – Der demokratische Rechtsstaat funktioniert in der CH, weil die Macht eben genau NICHT durch Waffengewalt sondern durch friedliche demokratische Entscheide geregelt ist. Schau dir ein Land an, das von Waffengewalt bestimmt wird. Schau dir ein Land an, in dem Warlords regieren. Willst du sowas in der Schweiz?
    – In einem Land, das sich nicht im Krieg befindet gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund dafür, Kriegswaffen, die ausschliesslich dafür bestimmt sind, in Kriegen Menschen zu töten, z.B. Sturmgewehre, Panzer oder Atombomben, in Friedenszeiten unter dem Ehebett aufzubewahren.

  21. Walter Roth Says:

    Ich habe mich mal noch etwas mit den begleitenden Umständen die Initiative beschäftigt und auch eine beispilehafte Statistik aus Kanada darin verlinkt und sie auch etwas beschrieben.
    Sehr geehrte Damen und Herren.
    Ich habe nun derart viel Unwahres aus Linksorientierten Politikkreisen vernommen, das ich nicht umhinkomme hier mal einiges klarzustellen.
    Ich hoffe sie finden auch etwas Zeit, die „andere“ Seite zur Kenntnis zu nehmen.
    Für mich als traditioneller Schweizer etwas ungeheures was gerade hier vonstatten geht.
    Nehmen wir zur Kenntnis , das die Auflagen die in der Folge dieser Initiative kommen werden, für den Besitzer und Sammler von Seriefeuerwaffen die Ernteignung bedeutet, für den anderweitigen Sammler mit derart einschneidenden Auflagen verbunden sein wird, dass es faktisch auf das selbe hinausläuft.
    Er wird nur noch Besitzer seines Eigentums auf Gnade der Behörden sein dürfen. Wenn man sich die Statements aus den Befürworterkreisen dieser Initiative vor Augen führt, so kann es einen Sammlerstatus nur noch geben bei geeigneten Räumlichkeiten, für die faktisch nur noch ein Hausbesitzer die baulichen Möglichkeiten dazu haben wird, mal abgesehen von den Einschränkungen seines Sammelgebietes, zum Beispiel auf nur noch „Ordonanzpistolen der Schweizer Armee“. Es dürfte das bislang äusserst beliebte Querbeetsammeln durch verschiedenartige interessante Waffenfamilien oder gar das Systemsammeln sehr erschwert, wenn nicht verunmöglicht werden.
    Den Sportschützen wird sie derart gängeln, dass dem Schützenwesen der Schweiz nach Jahrhunderten nun wohl das Ende droht. Das mit den Auflagen des Verbleibs der Waffen im Schiesstand und da in sicherer Aufbewahrung.
    Das hiesse also, in einem gesicherten Raum und in dem Raum in einem speziellen Waffenschrank auch noch als Sicherung gegen die an einem Anlass mitbeteiligten anderen Personen.
    Auch hiesse auch eine Kontrolle einzuführen, ob die Waffen nach den Anlass auch wieder dort eingestellt werden, usw. usf. Das sind nur mal als einige Aspekte dieser Initiative.
    Und warum das alles, ……weil man öffentlich eine vermeintlich bessere Sicherheitslage propagiert, die gar nicht eintritt, wie wir aus etlichen Ländern die genau das versucht haben, ersehen können.
    Auf Gesetzesebene tritt mit dieser Initiative ebenfalls etwas ganz neues in Kraft, nämlich……
    …….Neu soll nun ein “Waffenverbot” in der “Verfassung verankert” werden. Und das ist der Hauptgrund, warum wir diese Initiative mit aller Kraft bekämpfen.
    Wir wechseln damit von einer Missbrauchsgesetzgebung zu einer Verbotsgesetzgebung.
    Es ist zukünftig grundsätzlich verboten eine Waffe zu besitzen, nur Ausnahmenregelungen erlauben diesen Besitz noch! Es ist tatsächlich so, dass nach einer Annahme dieser Initiative der private Waffenbesitz verunmöglicht würde. Und je nach Ausgestaltung der Gesetze wird auch die Enteignung möglich sein
    Das war die Auskunft eines Rechtsexperten welcher mit der Thematik bestens vertraut ist.
    Suizide:
    Wenn man nachstehende Fakten, hier als Beispiel mit der Suizidstatistik in Kanada ( Link ) abgleicht, so wird man zum Schluss kommen, dass Suizide keinesfalls effektiv durch Waffenverbote verhindert werden können
    http://www.justice.gc.ca/eng/pi/rs/rep-rap/2006/rr06_2/t19.html
    Kanada:
    1979 Suizide 421 davon mit Schusswaffen 184. gewaltsame Todesfälle total “2413?
    2001 Suizide 463 davon mit Schusswaffen 148. gewaltsame Todesfälle total “3688?
    Es ist also so, die Suizidrate hat sich trotz strengster Gesetzgebung in Bezug auf Waffen nicht wirklich verändert. Die Suizidrate war 2001 sogar höher als 1979, was aber sicher auch der Bevölkerungszunahme geschuldet ist, die Suizide mit Schusswaffen haben etwas abgenommen, allerdings nicht die Gesamtzahl, diese blieb trotz strengster Waffengesetzgebung davon unbeeinflusst.
    Und was besorgniserregend ist, die gewaltsamen Todesfälle stiegen von 2413 ( Index 100 ) im Jahr 1971,…… auf 3688 ( Index 152 ) im Jahr 2001, und das wie gesagt trotz stetig strengerer Gesetzgebung, Waffenregistrierung usw.
    Eine nach der Argumentation linksorientierter Kreise unmögliche Entwicklung, sagen diese doch ein markantes sinken der Suizide und der Gewaltkriminalität voraus.
    Wenn man den privaten Waffenbesitz einschränkt und ihn sogar verunmöglicht, so werden gewisse Kreise dazu ermuntert bei ihrem vorgehen hemmungsloser zu agieren da sie kaum noch mit Gegenwehr rechnen müssen. Das ist wohl der Umstand warum es in Ländern ohne privaten Waffenbesitz zu vermehrter Gewaltanwendung kommt.
    Die Kreise die mit einer Waffe als Handwerkszeug arbeiten die erreichen wir mit der Gesetzgebung so gut wie nicht, aber wir machen den privaten Bürger wehrloser und wir senken das Berufsrisiko eben dieser Gruppen bei ihren illegalen Tätigkeiten stark.

  22. Walter Roth Says:

    Acj ja.

    Ich muss noch erwähnen, das mir das lesen obigen Artikels zum mamablog wirklich viel vergnügen machte.

    Danke.

    Walter Roth

  23. flashfrog Says:

    1. Ich würde empfehlen, von Handfeuerwaffen auf Briefmarken umzusteigen. Die sind auch sehr hübsch.
    2. Es wird Sie vielleicht überraschen, lieber Herr Roth, aber das Sportschützenwesen lebt in Deutschland auch ohne Kriegswaffen in Privathaushalten. Und ich kenne keinen Jäger, der etwas dagegen einzuwenden hätte, seine Jagdwaffen in einem „geeigneten“ Waffenschrank zu verwahren. Schon zur eigenen Sicherheit, damit Kinder oder Einbrecher nicht an die Waffen gelangen können.
    3. Angenommen von 1979 bis 2001 haben im Durchschnitt 166 Menschen pro Jahr mit Schusswaffen Suizid begangen, dann sind das insgesamt 3652. Das ist eine Kleinstadt. Unfälle, Verletzungen, Bedrohungen, Amokläufe und andere „gewaltsame Todesfälle“ nicht mitgerechnet.
    4. Dass „es in Ländern ohne privaten Waffenbesitz zu vermehrter Gewaltanwendung kommt“ ist purer Unfug.
    Dass das Sturmgewehr zur privaten Selbstverteidigung taugen würde entbehrt ebenfalls jeder Realität.
    Oder wie oft haben Sie Ihre Armeewaffe bisher zur privaten Selbstverteidigung eingesetzt?

  24. Mara Says:

    Interessant wäre der statistische Vergleich mit angrenzenden US-Staaten über die letzten zwanzig Jahre….So viel ich weiss haben die Kanadier im Gegensatz zu den US-Amerikanern nicht ganz so viel Probleme hinsichtlich Amokläufe und erweiterten Suiziden.

  25. uertner Says:

    @flashfrog
    zwischen 1979 bis 2001 sind wohl mehr Menschen beim Alpinismus verunglückt und dreimal soviele Menschen haben sich vor einen Zug geschmissen. Trotzdem verlangt niemand die Abschaffung der Alpen oder die Stillegung der SBB.

    @Walther Roth
    Danke für die Blumen!

    @Mara
    Schön treten wir langsam in eine differenziertere Betrachtungsweise! Für die Geschichte des Waffengebrauchs in der Schweiz spielt es eine eminente Rolle, dass die Schweiz sich auf dem Höhepunkt des Landesausbaus „befreit“ hat, d.h. die Hirten waren schon von den Feudalherren auf die höchsten Wipfel und Spitzen geschickt worden und von dort beschlossen sie dann, den Landfrieden selbststäständig zu sichern.

  26. flashfrog Says:

    @uertner: Vermutlich. Aber die SBB wurden nicht exklusiv zu dem Zweck erfunden, Menschen damit zu töten.

    Natürlich sind die Schusswaffen nicht die Ursache für Suizide und sie ersparen manchem Zugführer vermutlich eine jahrelange Therapie. Aber wenn Mutti hinterher die ganze Sauerei von Hirnmasse und Blut von der Tapete kratzen muss, das ist irgendwie auch nicht schön.

  27. Mara Says:

    @uertner
    Nur so als Nebenfrage… in welchem Jahrhundert befinden Sie sich mit ihrer Erläuterung?

  28. uertner Says:

    @mara
    Im 21. Jahrhundert. Wo es sich zeigt, dass mit deutscher Denke am Hindukusch nichts zu erreichen ist. Einem Hindukusch, wo die „Waffe im Haus“ bei den Pastunen noch gang und gäbe ist. Ich befinde mich in der – wie Karl Marx, der scharfe Analytiker es nannte – in der „Musterrepublik des Bürgertums“ der Schweiz. Und diese hat sich nun 136 Jahre zwischen ab und an nationalistisch oder faschistisch durchdrehenden Nachbarstaaten als „Insel der seligen“ erhalten können. Nicht zuletzt dank der hoch zweckrationalen staatspolitischen Errungenschaft der „heimgefassten Ordonanzwaffe“ seit 1874. Ich halte dies für eine zivilisatorische Leistung, die man nicht preisgeben soll für das Linsengericht der „Anschlussfähigkeit an die EU“ oder für den Wisch eines „Gendermainstreamings-Awards“ oder für das Schulterklopfen von Mara und flashfrog.
    Ich halte tatsächlich die Abstimmung vom 13. Februar für eine Schicksalsfrage, weil der mythische Kern des selbstverantwortlichen Bürgers auf dem Spiel steht. Hat man den aus der Kirsche entsteint, dann ist auch die Schweiz nichts anderes als eine Marmelade. Die Deutschen haben das Reinheitsgebot beim Bier, das Quer in der Landschaft steht, wir unsere Waffentradition, die der Chefintellektuelle Europas Prof. Fritz Schiller in ein Drama goss.
    Auf dieser Geschäftsgrundlage wurde die Schweiz Depositärstaat des humanitären Völkerrechts und Sitz von Völkerbund und UNO. Die Schweiz hat also auch internationale Verpflichtungen einzuhalten, für die sie einen glaubwürdigen Wehrwillen ausweisen muss. Und dieser Wehrwille ist am einfachsten als Erziehungsleistung zu haben (Schiesswesen und Turnen), andere Nationen bauen auf Bomben oder Raketen.
    Und die Deutschen bauen derzeit auf verschämten Fleiss und konfirmanden-Geschwätz, das kann nicht der Schweizer Weg sein.

  29. Mara Says:

    @uertner
    Jep, ich seh schon die Schweizer Mànner die UNO-Gebäude genauso tapfer zu verteidigen wie sie im zweiten Weltkrieg bereit waren das Zürcher Oberland nicht den Braunen zu überlassen.

    Und es lag sicherlich nur an der von allen so geschätzen Wehrtüchtigkeit der allein regierenden Männer, dass die Nazis sich die Schweiz nur als Bank und nicht als Vasallenstaat ausgesucht haben.

    Ein Mythos ist schön und gut – man sollte darüber aber nicht die Realität aus den Augen verlieren. Sicherlich spielte dieses Selbstbild in der Vergangenheit eine Grosse Rolle – zu einer Zeit in der die Wehrhaftigkeit wirklcih an der Waffenmacht mitentschieden wurde. Selbstverantworltiches Handeln lässt sich aber auch anders lernen und leben als am Schiessplatz. Das Knabenschiessen ist wichtig für das eigene Selbstverständnis – die Waffe im Putzschrank für die Verteidigung nicht.

  30. uertner Says:

    @Mara
    Welchen Mythos eine Nation leben will oder nicht, wird sie selber entscheiden, und nicht die zugewanderten Lehrlinge. Ich stelle fest, dass eingebürgerte Ausländer oft einen klareren Begriff von Aufbau und Institutionen der Schweiz haben, als die Schweizer selber, die überall nur an den Nachteilen des „Sonderfalls“ herumnörgeln. So ein Nachteil des Sonderfalls ist bestimmt „Die Waffe im Haus“: gemütlich ist das nicht, aber es ist vernünftig.
    Und, ja Mara, die Schweiz war schlau genug als Bank zu fungieren, um sich nicht massakrieren zu lassen und ja, den Heldenmut von Stalingrad und El Alamein (wobei auch dort Schweizer Dummköpfe „fielen“) haben wir nicht in den Geschichtsbüchern, auch Ausschwitz nicht. Mir ist das Gewehr im Schrank lieber als die Erinnerung an Ausschwitz im nationalen Sündenregister. Und wenn im Jahr 24 verzweifelte Männer die Dienstpistole wählen, um sich zur vernichten, dann ist das ein vergleichsweise günstiger Preis für eine Einrichtung, die eine Disziplinierung und Ethisierung der Gesellschaft mit sich bringt.
    Lieber der „Grosse Dschihad“ eines ethischen und verantwortlichen Umganges mit der Waffe im Haus, als der „Kleine Dschihad“ wenn es dann endlich doch schief gegangen ist. Der „kleine Dschihad“ ist ungleich blutiger.

  31. Mara Says:

    @uertner
    Und alle die in einer Initiative die Schweizer Armee abschaffen wollten sind dann was? – keine Schweizer je nach belieben und eigener politischen Vorstellung?
    Wie gefährlich ist es ein Volk stetig je nach eigener persönlicher Vorstellung definieren zu wollen – es gibt verschiedene Definitionen und der Schweizer Begriff eines Bürgers ist sicherlich einer der engnsten Europas – aber- dieser enger Bürgerbegriff wird eben längst nicht von allen Schweizer Bürger geteilt. Das tut doch einer armen MigrantInnenseele wie mir gut..;-)

  32. uertner Says:

    @Mara
    Die, welche die Armee abschaffen wollten, sind eine Minderheit, die in einem demokratischen Prozess unterlegen sind, und sie sind dann daran gehalten ihre Kinder darauf vorzubereiten, dass sie eben in die Armee müssten.
    Es ist ja nicht meine persönliche Vorstellung die zählt, sondern der Mehrheitsentscheid.

  33. Mara Says:

    Na da bin ich mal gespannt, wie viele SchweizerInnen für Sie dann mal wieder „unschweizerisch“ sein werden.

  34. uertner Says:

    Ja, das ist tatsächlich eine der wichtigsten Abstimmungen seit Menschengedenken. Das Frauenstimmrecht war ähnlich einschneidend. Wenn man „Die Waffe im Haus“ als „Merkmal der Swissnes“ definiert, dann könnte a la longue die Schweiz in Europa aufgehen wie in Würfelzucker im Wasserglas. Denn dann wäre der Wille nicht mehr da etwas Besonderes sein zu wollen und auch gefährliche Nachteile und eine besonders gute Erziehung den Söhnen und Töchtern angedeihen zu lassen. Die Schweiz verlöre ihre innere „Spannung“. Was passiert, wenn in einem Landstrick ohne Rohestoffe die „Spannung“ weg ist, kann in den ehemaligen Preussischen Landstrichen studiert werden, wo sich eine Multi-kulti-gemütlichkeit sich breit gemacht hat, die man sich von „alten Preussen“ wie den Sarrazins par tout nicht vermiesen lassen will.

  35. Mara Says:

    Naja, ich denke der Mensch, auch der Schweizer, wird durch mehr Faktoren bestimmt – und ihn macht auch mehr aus, als die Frage ob eine Waffe im Haus ist oder nicht. Eine gute Ausbildung für die Kinder sich zu wünschen und für diese auch einigen Aufwand zu betreiben ist ja nun wirklich davon nicht abhängig. Egal ob ja oder nein – die Schweiz wird durch dies Abstimmug nicht untergehen – höchstens weniger bewaffnet.

  36. uertner Says:

    Nun, Mara, es freut mich ja sehr, dass wir gegen Ende dieses Threads so entspannt disputieren. Deine letze Argumentation ist ein Klassisker der Post-68er Denke: „Man darf es nicht so monokausal sehen, es gibt mehrere Faktoren … blablalba ..“. Es gibt aber bei Menschen, bei Staaten, bei „Wesen“ stets eine Grundidee, ein Mythos, ein Zauberwort, ein Fundament, welche den Kern ausmachen. „Die Waffe im Haus“ ist der Kernpunkt der Schweizer Staatsidee. Eines Staates der „von unten“ her aufgebaut ist und sich nicht wie die Deutsche Staatstheorie von einem Fürsten oder Führer her bestimmt ist. Diese Haltung muss von Generation zu Generation weitergegeben werden. Meine Generation hat diese „Solidschweiz“ die vor 1974 bestand noch erlebt. Bis zu diesem Punkt waren wir noch Ausserhalb der UNO, ausserhalb der EU, mit einer Armee (Armee 61) versehen, die innert 24 Stunden 600’000 Mann mobilisieren konnte. Ich sah noch die alten Männer stolz ihren Karabiner zum Schützenhaus tragen. Heute fahren die jungen im Auto zum Schützenhaus: nicht mehr stolz sondern etwas verschämt. Sie trauen sich nicht mehr recht die Handhabung der Waffe zu, die öffentliche Meinung belächelt sie, sie werden als potenzielle Familienmörder dargestellt. Der unbedingte Wille aufrecht und allein, trotzig und frei zu bestehen, zu sagen „Yes, we can“, den hat man Ihnen durch „differenzierte“ und „Polyfaktorielle“ Betrachtungen ausgeschwatzt. Darum bin ich gar nicht zuversichtlich für die Abstimmung. Schon in meiner Generation gibt es unter Männern der Linken bis weit in die Mitte ein „JA“ zur Waffeninitiative. Ganz zu schweiben von den Frauen, die bis in die CVP hinein massiv „JA“ stimmen werden. Auch meine Partei, die EVP, hat die „JA“-Parole ausgegeben. Meine Prognose: die Initiative wird am Ständemehr scheitern, obwohl die Mehrheit des Volkes „JA“ sagen wird. Und dies ist auch gerecht so. Die Glarner, Urner, Nid- und Obwaldner, die Schwytzer und Walliser stellen auch weit mehr Soldaten (prozentual) als der Agglo-brei des Mittellandes. In diesen traditionsverhafteten Gegenden wird noch im Volk vom Leid der Franzosenzeit berichtet, während die akademische Geschichtsschreibunge ja vor den Franzosen das Knie beugt und sie als Genies der Moderne feiert.

    Darum eine letzte Lese-Empfehlung: Lies die ersten Seiten vom „Fähnlein der sieben Aufrechten“ von 1862 von Gottfried Keller. Hier findest Du das Ideal eines „aufrechten Schweizers“ mit sanfter Ironie austuschiert:

    http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1395&kapitel=30&cHash=54644c7fc0aufrecht#gb_found

  37. flashfrog Says:

    Wenn man Frauen, Ausländer und alle, die im falschen Alter sind, abzieht, ist die CHer Bevölkerung ohnehin zu 90% waffenfrei. Und viele von denjenigen, die müssen, würden ihre Zeit wahrscheinlich auch lieber für sinnvollere Dinge einsetzen als in einem Ferienlager für grosse Buben Cowboy und Indianer zu spielen.
    Überraschenderweise ist die Schweiz dadurch nicht untergegangen.

    Aber das wirklich Schlimme am Weltbild der Waffenbefürworter ist, dass man, um die Notwendigkeit von Waffen zu rechtfertigen, immer einen Feind braucht. Und wenn gerade kein Feind zur Verfügung steht, weil man dummerweise in der Mitte eines hoffnungslos friedlichen Westeuropa wohnt, dann bastelt man sich halt ein Feindbild selber, auf das man all seine Ängste und Aggressionen projizieren kann. Das können die Ausländer sein, die Muslime, selbstbewusste Frauen, Intellektuelle – es kann jede Minderheit treffen..

  38. uertner Says:

    @flashfrog
    Warum kannst Du gerade als Deutsche, die 1870/71 und 1914-18 und 1939-45 schreckliches in den Schulbüchern lesen musste von Senfgas, Stahlgewitter, „Im Westen nichts neues“, Ausschwitz. Warum kannst du nicht anerkennen: doch die haben das eigentlich gut gelöst die Schweizer, wär vielleicht auch für einen Deutsschen bundesstaat mit echtem Föderalismus was gewesen. Leider haben wir das nie bei uns eingerichtet. Es sind nicht „Waffenbefürworter“ sondern „Freiheitsfreunde“, Feinde unnützer und wirkungsloser Bürokratie, Feinde des moralinsauren Weibergeschwätzes.
    Im übrigen scheint es wie bei den Minaretten: nach 5 Jahren Propaganda-Walze der Waffengegner, stehen die Bürger auf und sagen entnervt: „Schluss mit dem Memmengeschwätz, ich stimme Nein, und sage es auch noch im Voraus bei der Meinungsumfrage“. Das Ständemehr wird dagegen sein und mittlerweile denke ich auch das Volksmehr.

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