Eine offene Antwort an den Walliser „Freidenker“ Valentin Abgottspon

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Es gibt Zeitgenossen, die nach „Transparenz“ lechzen, die „Wiki-Leaks“ bejubeln, welche Ihre Notizen zu jeder vertraulichen Unterredung ins Netz stellen. Der Uertner durfte mit dem Transparenz-Bedürfnis der Schweizer „Freidenker“ Bekanntschaft machen. In diesem Sinne der „Transparenz“ erlaubt er sich eine Antwort-Mail an den Walliser Studenten, Ex-Lehrer und Präsidenten der Walliser Sektion der „Freidenker“, Valentin Abgottspon,  in diesen Blog zu stellen. Eigentlich wurde diese Mail schon im Blog des Präsidenten der Zürcher Sektion der „Freidenker“ gepostet, leider wurde der Kommentar dort sehr schnellt entfernt. Die Freidenker haben halt ein sehr einseitiges Transparenz-Bedürfnis: Ihre Freiheit. Meine Freiheit ist es, auch darüber „Transparenz“ zu schaffen.

Lieber Valentin
 
Möchtegern-Journalisten“ haben eben – wie das Epitheton nahe legt – auch anderes zu tun, als abgelehnten Texten nachzugraben. Im Sinne der „goldenen Regel“ ist es mir das erste Mal passiert, dass ich für einen Text, den ich A vertraulich zur Verfügung stelle, am nächsten Tag von B öffentlich traktiert werde. Dies macht die Auseinandersetzung unübersichtlich und mich wenig geneigt, dem Kalender von heut zu folgen: Römer 12, 14: „Segnet, die euch verfolgen; segnet und fluchet nicht.“
 
Wenn die Freidenkerei eine Art ameisenstaathafte „Kollektiv Intelligenz“ ist, wo es unmöglich wird mit einem Exponenten, etwa mit V.A., ein indidividuelles verbindliches Vertrauensverhältnis aufzubauen, weil alles, was man ihm im Vertrauen zuschickt per Rundbrief weitergeleitet wird (und dann genüsslich ausgeschlachtet), dann wird eine journalistische Zusammenarbeit etwas schwierig (obschon gerade Journalisten gerne „schräge Vögel“ haben). Noch weniger geneigt, bin ich dann im Wallis für Transparenz zu kämpfen (zumal die Mittel des Staatskirchenrechts ja logischerweise nur Kirchenmitgliedern offen sind, was du aber nicht mehr bist: aus eitler Idiotie), wenn ich dies an der Seite einer Organisation tun soll, dessen downloadbares Kirchenaustrittsformular ich schier bei jeder Kirchenpflegesitzung ansichtig werde. Die öffentlichen Aktivitäten der Freidenker und ihr individuelles ethisches Verhalten (siehe oben) sind wenig geneigt einen gemeinsamen Sinnhorizont jenseits des Niceanums für gemeinsames gesellschaftliches Handeln aufscheinen zu lassen. Ich hoffe, dass Du dies mir mit etwas Empathie nachfühlen kannst. Du könntest – dies wäre ja ein Akt der „Transparenz“ – im Blog vom grossen Kyriacou den Kommentar posten, dass Du einen vertraulichen Entwurf dem Kyriacou zur Verfügung gestellt hast, den dieser – Dein Vertrauen missbrauchend? – sogleich für publizistische Verleumdungsaktionen gebraucht hat, was Du als um Ethik bemühter Freidenker aufrichtig bedauerst. Wäre mal was. Lasse mich überraschen.
 
In der Nebi-Satire versuchte ich durchaus das Rudel-Verhalten der Walliser Katholen satirisch darzustellen, aber Hauptgegenstand der satirisch durchleuchtet werden muss, ist das treudoofe Vertrauen der Freidenker in den EMRK-„Rechtsstaat“, wenn man schon vorher allen „common sense“ vermissen lässt.
 
Das Thema „V.A.“ findet die Baz derzeit zu irrelevant. Falls es mir gelingt Dich noch in einen anderen, grösseren Zusammenhang einzuflechten, werde ich Dir die Textpassagen selbstverständlich vorher zukommen lassen: und ich weiss nun, dass sie dann automatisch auch an Reta Caspar, Kyriacou und Kumpanen gehen werden und ich mit entsprechenden Verleumdungen aus unbekannter Ecke wieder rechnen muss.
 
Gruss
 
Giorgio“
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3 Antworten to “Eine offene Antwort an den Walliser „Freidenker“ Valentin Abgottspon”

  1. Andreas Kyriacou Says:

    Der Kommentar wurde mit folgender Erklärung entfernt, die Girardet direkt per Mail zugestellt wurde:

    Persönliche Korrespondenz mit Valentin Abgottspon bitte direkt führen

    Als Mailverteiler eignet sich mein Blog nicht. Zum Blogbeitrag selbst kann im Kommentar gerne irgendwas stehen.

    Eine Girardetsche Entschuldigung für die Verdrehungen und Verleumdungen zum Hindu-Fall wäre übrigens ebenfalls öffentlichkeitswürdig.

  2. uertner Says:

    Als Jauchespritzwerk aber wohl.

  3. Stefan Mauerhofer Says:

    Schön zu wissen, dass unser Formular auch gebraucht wird und wir somit der Gesellschaft einen nützlichen Dienst erweisen.

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