Die Humorgrenze der Schweizer „Freidenker“

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Reta Caspar, Geschäftsführerin der Schweizer Freidenker, wie sie auf facebook und im cyberspace wahrgenommen werden will: intelligent, kritisch, angriffig

Reta Caspar sagt:

19. März 2012 um 08:13

Für die Allgemeinheit: Ja, GGs Kommentare verletzen zu fast 50% klar unsere Blogregeln und werden deshalb nicht freigeschaltet. Solche persönlichen Anwürfe könnte er auch bei den “grosssen Blättern” nicht platzieren, für die er ja eigentlich wohl gerne als Journalist schreiben würde…

 

 

Und hier Beispiele von Kommentaren des Uertners (GG), die bei den „Freidenkern“ nicht freigeschaltet wurden. Zuerst eine Rückmeldung (feedback) an den lieben Freund und Kolumnisten-Kollegen Abgottspon im Kanton Wallis:

Als kleine Manöverkritik: 6000 Zeichen sind viel zu viel für einen polemischen Artikel. In der Kürze liegt die Würze. Positiv ist, dass der Verfasser einem durch die Brille gredi use anschaut, und nicht wie die Frau Caspar von unten her über den Brillenrand mustert, als habe die “gute Hausfrau” gerade beim Milchmann ein Joghurt mit abgelaufenem Verkaufsdatum entdeckt (denn dies ist das Christentum dem Freidenker!). Aber die 6000 Zeichen führen dazu, dass man zu geschwätzig wird. Der Mann fasst sich in 2000 Zeichen in Print. Um die Länge zu erreichen wiederholen sich jene Zitate, die man ohnehin schon kennt (Deschner et alios). Es entsteht so der unvorteilhafte Eindruck, der Verfasser habe wenig eigene Ideen, könne nicht auf den Punkt schreiben, aber eine Bauchlade mit verbilligtem Ramsch, aus der er noch dies und das an die Frau oder den Mann bringen will. Schade. So erreicht man kaum den eigenen Anhang und auch den wird man (der Inhalt der Bauchlade erschöpft sich schnell) bald langweilen.

wurde hier nicht aufgeschaltet: http://www.frei-denken.ch/de/2012/03/«ach-schon-wieder-huonder»/#comments

Oder die – zugegeben kritisch-humoristische – Anmerkung zur Kursausschreibung in „Ritualbegleitung“, wo Reta Caspar um „zwölf JüngerInnen“ aus dem Heer der „aktiven RitualbegleiterInnen“ wirbt, die dem Freidenkerverein beitreten und damit RC als „Autorität für weltliche Rituale“ anerkennen sollen. Für den „freien Geist“ der Reta Caspar schon „zu starker Tobak“. Ohjee: was blüht uns wenn solche „Freidenker“ tatsächlich in Machtpositionen kommen sollten?

GG (uertner) sagt:

Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

17. März 2012 um 23:55

Voraussetzungen

Mitgliedschaft FVS”

und

“Es hat 12 Plätze, Anmeldungen von aktiven RitualbegleiterInnen haben Vorrang.”

Hmm, diese Marketing-Idee mit den “zwölf” kommt mir irgendwie bekannt vor. Die Sache mit der Mitgliedschaft auch … hmm, hmm.

Könnte der Unterschied letztlich der sein, dass beim Original der Guru männlich war (und schon lange “tot”), und bei der Kopie er nun weiblich ist (und mit dem Blick über die Brille sagen will: 30 Jahre müsst ihr noch mit mir rechnen?). Ein Schelm der solches denkt.

wurde hier nicht aufgeschaltet:  http://www.frei-denken.ch/de/2012/03/fvs-seminar-ritualbegleitung/

Die Freidenker outen sich mit „unsere Blogregeln“ (wo stehen sie denn geschrieben?) als dünnhäutig und humorlos. Auch die – liebevolle – Kritik an Geschäftsführung und Gross-Märtyrern wird nicht ertragen. Ist das nicht typisch „katholisch“? Nein: menschlich, allzumenschlich.

 

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Eine Antwort to “Die Humorgrenze der Schweizer „Freidenker“”

  1. Dale J. Wilder Says:

    Wenn die Freidenkerei eine Art ameisenstaathafte “Kollektiv Intelligenz” ist, wo es unmöglich wird mit einem Exponenten, etwa mit V.A., ein indidividuelles verbindliches Vertrauensverhältnis aufzubauen, weil alles, was man ihm im Vertrauen zuschickt per Rundbrief weitergeleitet wird (und dann genüsslich ausgeschlachtet), dann wird eine journalistische Zusammenarbeit etwas schwierig (obschon gerade Journalisten gerne “schräge Vögel” haben). Noch weniger geneigt, bin ich dann im Wallis für Transparenz zu kämpfen (zumal die Mittel des Staatskirchenrechts ja logischerweise nur Kirchenmitgliedern offen sind, was du aber nicht mehr bist: aus eitler Idiotie), wenn ich dies an der Seite einer Organisation tun soll, dessen downloadbares Kirchenaustrittsformular ich schier bei jeder Kirchenpflegesitzung ansichtig werde. Die öffentlichen Aktivitäten der Freidenker und ihr individuelles ethisches Verhalten (siehe oben) sind wenig geneigt einen gemeinsamen Sinnhorizont jenseits des Niceanums für gemeinsames gesellschaftliches Handeln aufscheinen zu lassen. Ich hoffe, dass Du dies mir mit etwas Empathie nachfühlen kannst. Du könntest – dies wäre ja ein Akt der “Transparenz” – im Blog vom grossen Kyriacou den Kommentar posten, dass Du einen vertraulichen Entwurf dem Kyriacou zur Verfügung gestellt hast, den dieser – Dein Vertrauen missbrauchend? – sogleich für publizistische Verleumdungsaktionen gebraucht hat, was Du als um Ethik bemühter Freidenker aufrichtig bedauerst. Wäre mal was. Lasse mich überraschen.

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