Archive for the ‘in eigener Sache’ Category

Die Angstmacher

November 10, 2010

Ausschafen? Näh!

Das eigentliche Ziel der SVP-Kampagne zur Ausschaffungs-Initiative ist es, in den Köpfen der Leute zu verankern, dass „Ausländer“ und „kriminell“ (=gefährlich, bedrohlich) automatisch mit einander assoziiert werden. Und ich fürchte, das wird bei vielen, die diese Botschaft durch Plakate, Anzeigen, Umfragen und Abstimmungen immer wieder eingehämmert bekommen, erfolgreich sein.
Bitte setzt ein Zeichen für die Vernunft und Rechtsgleichheit und gegen die Angstmacher.

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Oliver Reichensteins kurze Geschichte des Web-Designs

Juli 21, 2010

Oliver Reichenstein, der den Beizianern ja als umtriebiger Kommentator und Webdesinger in Erinnerung sein dürfte, ist zur DRS2-tauglichen Web-Instanz avanciert. Lohnt sich hineinzuhören. Viel Informationen in 5 Minuten.

Lexikon zur zeitgenössischen Kunst von Com&Com

Februar 11, 2010

Und wo wir grad ein bisschen bei Werbung in eigener Sache sind: Manchmal wundert man sich ja, wie man in ein Buch gerät. In ein Kunstlexikon noch dazu.
Das kam so: Beim Blogcamp Zürich lernte ich einen Typen kennen, der gerade seine ersten Schritte in die Blogwelt wagte, so wie unsere Beiz im Jahr zuvor. Dieser nette Mensch opferte seine Mittagspause für mich, weil ich durch einen fiesen Bänderriss auf Krücken unterwegs und gehandicapt war und erzählte mir bei der Gelegenheit von einem Projekt namens Postirony. Das ich wiederum so spannend fand, dass ich eine Weile später was darüber bloggte.
Und nun gibt es also ein Buch, ein Kunstlexikon genauer gesagt, und die Beiz steht da drin und der uertner und ich als Autoren bzw. Redaktorin/Lektorin.
Aber wer den Thread gelesen hat und Com&Com kennt, der wird möglicherweise den Verdacht hegen, dass das kein gewöhnliches Kunstlexikon sein kann.
Stimmt.
Im ersten Teil des „Lexikons zur zeitgenössischen Kunst von Com&Com“ sind 220 Artikel zu Begriffen versammelt, die in der zeitgenössischen Kunst eine zentrale Rolle spielen – von Adbusting und Authentizität über Globalisierung, Identität, Inszenierung, Kollaboration, Kunstbetrieb, Manipulation, Marketing, Öffentlicher Raum, Partizipation, Provokation, Social Media, Spiel und Sponsoring, bis Zukunft und Zweifel. Verfasst wurden diese Artikel von 160 Autoren, aber keineswegs nur Kunstwissenschaftler und Fachexperten, wie man es von einem klassischen Lexikon erwarten würde. So kommen neben Kunsthistorikern auch Philosophen, Soziologen, Juristen, Marketingexperten, Journalisten, Blogger, Politiker, Historiker, Biologen, Pädagogen, Psychologen, Unternehmer, Künstler, Musiker und viele mehr zu Wort. Das führt zu – auch für die Redaktorin – überraschenden Verknüpfungen und vor allem auch zu überraschend erfrischenden Statements zu aktuellen Themen und Aspekten der zeitgenössischen Kunst. Die multiplen Verlinkungen der Artikel untereinander laden ein zum „surfen“ im Buch und so entsteht ein vielstimmiges Bild. Gerade diese Erweiterung des Kunstdiskurses in Richtung Soziologie, Wirtschaft, Pop und Alltag ist ja auch charakteristisch für die gegenwärtigen Tendenzen in der Kunst. Und deshalb, denke ich, ist das Buch auch nicht nur für Kunstfreeks interessant, sondern für alle, die sich für die aktuellen Entwicklungen und Diskurse in verschiedensten kulturellen Bereichen zu Beginn des 21. Jahrhunderts interessieren. Passt also recht gut in unser Beiz-Bücherregal. 🙂

Zweitens ist die Publikation ein umfassender Ausstellungs- und Oeuvrekatalog des Künstlerduos Com&Com (Marcus Gossolt / Johannes M. Hedinger), das seit 14 Jahren zusammenarbeitet, und dessen Werk bei der Retrospektive „La réalité dépasse la fiction“ im Kunsthaus CentrePasquArt in Biel/Bienne (CH) aktuell erstmals umfassend zu sehen ist. Am 21.2. gibt es die Buchvernissage in Biel und eine exklusive Führung durch die Ausstellung, und die Beizer sind herzlich dazu eingeladen!

Lexikon zur zeitgenössischen Kunst von Com&Com

Mit Essays, Artikeln und Zitaten von:
Jamila Adeli, Silke Andris, Anne-Kathrin Auel, Dirk Baecker, Barbara Basting, Christian Bauer, Thomas Bauer, Clemens Bellut, Timon Beyes, Tobia Bezzola, Daniel Binswanger, Elke Bippus, Bernhard Bischoff, Konrad Bitterli, Christoph Blase, Frank Böckelmann, Alexander Böckli, Frank Bodin, Matthias Böttger, Elisabeth Bronfen, Georg Brunold, Hannelore Bublitz, Sabeth Buchmann, Kathleen Bühler, Vera Bühlmann, Nicole Antoinette Büttner, Lucius Burckhardt, Com&Com, Paul Davies, Gilles Deleuze / Félix Guattari, Christian Demand, Dolores Denaro, Denis Diderot, Diedrich Diederichsen, Gregor Does, Piroschka Dossi, Tim Dührkoop, Heike Eipelhauer, Harald Falckenberg, Thomas Feuerstein, Anselm Franke, Anne Marie Freybourg, Thomas Friemel, Sven Gächter, Giorgio Vittorio Girardet, Bruno Glaus, Marcy Goldberg, Andreas Göldi, Christoph Görg, Marcus Gossolt, Simon Grand, Walter Grasskamp, Peter Gross, Boris Groys, Thomas Grüebler, Peter Hanke, Jürgen Häusler, Vinzenz Hediger, Johannes M. Hedinger, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Elke Heidenreich, Wolfhart Henckmann, Matthias Henkel, Adrian Heuberger, Caspar Hirschi, Medea Hoch, Jens Hoffmann, Joan Jonas, Peter Hogenkamp, Tom Holert, Hanna Hölling, Anaïs Hostettler, Kornelia Imesch, Theres Inauen, Helga Isak, Harald Kimpel, Udo Kittelmann, Stefan Klein, Pius Knüsel, Antje Kraus, Karl Kraus, Sophie-Therese Krempl, Verena Krieger, Tom Kummer, Dominique Lämmli, Philipp Lämmlin, Markus Landert, Astrid Lange, Remo H. Largo, Aldo Legnaro, Anna Lehninger, Helga Leiprecht, Anton Leist, Thomas Lemke, Silvia Ricci Lempen, Claude Lévi-Strauss, Franz Liebl, Holger Liebs, Konrad Paul Liessmann, Konrad Lotter, Wolf Lotter, Karl Marx, Philipp Meier, Malte Mertz, Torsten Meyer, Yana Milev, Irene Müller, Sighard Neckel, Kathrin Neuburger, Adrian Notz, Novalis, Barack Obama, Sibylle Omlin, Karl-Josef Pazzini, Joachim Penzel, Herbert Pfortmüller, Tina Piazzi, Karl Heinz Pichler, Sebastian Plönges, Jeannette Polin, Diana Porr, Ulf Poschardt, Hanno Rauterberg, Hans Ullrich Reck, Thomas Reinhard, Suzann-Viola Renninger, Christian Rentsch, Hans Peter Riegel, Theresa Riess, Stefan Römer, Lea Salis, Sabine Schaschl, Steven Schepurek, Imanuel Schipper, Camille Schlosser, Enno Schmidt, Steffen Schmidt, Ansgar Schnurr, Birte Carolin Sebastian, Heribert Seifert, Richard Sennett, Bernadett Settele, Stefan Seydel, David Signer, Manuel Stagars, Res Strehle, Bettina Steinbrügge, Peter Studer, Wey-Han Tan, Karin Thomas, Oliviero Toscani, Wolfgang Ullrich, André Utzinger, Friedrich von Borries, Petra von Gerr, Roger Walch, Klaus Wassermann, Petra Wegener, Birk Weiberg, Jeannette Weiss, Thomas Wimmer, Gereon Wulftange, Thomas Zacharias, Jörg Reinhard Zielinski, Slavoj Zizek.

628 Seiten, 1512 farbige Abbildungen, 54 schwarzweiss Abbildungen
17 x 23 cm, Hardcover, Leinen, deutsch
Euro (D) 42.-, CHF 68.-
ISBN 978-3-7212-0-734-7
Niggli Verlag Sulgen/Zürich
http://www.niggli.ch/buecher/items.php?cat=5

Erscheinungsdatum: 21.2.2010

Die 200 besten Websites der Schweiz

Februar 11, 2010

Und noch was Ausgezeichnetes: Laut dem Magazin anthrazit gehören Thinkabout und die Blogwiese zu den „200 besten Websites der Schweiz 2010“, die „mit ihrem Internetauftritt sowohl die anthrazit-User als auch die Experten überzeugt haben“. Glückwunsch euch beiden dazu!

MacZürich und Jens Wiese: zwei Beizer im Tagi

Februar 7, 2010

Unter den Erfolgen der hier in der Beiz bloggenden – eine kleine Übersicht über das vergangene Jahr müsste noch erstellt werden – darf besonders der Medienauftritt von „MacZürich“ gewertet werden. Der „Tages-Anzeiger“ versucht seine wegbröckelnde Abonenntenschaft (vielen ist das reflexartige SVP-Bashing verleidet) durch aus dem „Grossen Kanton“ zuwandernde Neuabonnenten zu festigen. Auf sechs Seiten wurden „die Deutschen“ als Menschen dargestellt. Und tatsächlich, um diese These zu belegen, hat die Tagi-Redaktion einen guten Griff getan.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Der-Deutsche-ein-Mensch/story/11288503

Warum Uertner in der „Willensnation“ uertnert

November 9, 2009

Kurze Zeit war hier dieser Blog-eintrag eingestellt. Ich habe ihn nun in die „Willensnation“ ausgelagert. Zum einen will ich die user der Beiz nicht immer mit meinen Steckenpferden belästigen, zum anderen hat die Google-Suche mit gezeigt, dass die „credibility“ der „Willensnation“ bei Google grösser zu sein scheint, als jene der „Beiz 2.0“. Konkret: ein und derselbe Post, der in der „Beiz“ sogar ein paar Links mehr hatte und länger in der „Beiz“ lag als in der „Willensnation“, wurde 4 Plätze höher gerankt auf der dritten Trefferseite der Suche „Peer Teuwsen“.  Wenn mir jemand diese Mechanismen erklären könnte – ja, ich bin ranking-geil, ich will, dass meine Texte gefunden werden -, wäre ich ihr/ihm sehr verbunden.

Beizenblues II

Mai 10, 2009

Eigentlich habe ich nichts zu berichten. Es ist also schon fast eine Frechheit, einen neuen Artikel einzustellen. Warum ich es trotzdem tue?

Ich möchte mal wieder etwas anderes diskutieren als den Herrn Steinbrück und „die deutsche Mentalität“.

Dummerweise habe ich nebst den beschi … ähm … bescheidenen Abstimmungsvorlagen vom 17. Mai nichts zu bieten. 

Ich könnte allenfalls eine auch provkante Frage in die Beiz werfen. Zum Beispiel: Haben Sie schon mal ein Mobiltelefon (Ihres oder sonst eins) umgebracht? Wenn ja, wie und warum. Wenn nein, warum nicht?  Oder: Schummeln Sie beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung. Nein, lieber nicht. Sonst sind wir wieder dort, wo ich eigentlich weg wollte.

Ich hätte jetzt gerne nochmals einen Cappucciono, bitte.

Welttag des Buches

April 22, 2009

Kleine Erinnerung: Am Donnerstag, 23. April 2009 ist Welttag des Buches.

Beizenblues

April 13, 2009

Ich starre auf den Schaum meines Cappuccinos, öffne den Zuckerbeutel, streue die weissen Körnchen auf die Oberfläche, lausche dem leisen Knirschen und frage mich, was ich schreiben könnte.

Die ehrliche Antwort: Ich weiss es nicht.

Vielleicht über Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt.

Oder über Berlusconi, der das Campieren in der Erdbebenzone als neues Freizeitvergüngen definiert hat.

Ich könnte auch versuchen zu ergründen, worüber die Schweiz jetzt genau von der OECD informiert worden ist.

Allenfalls könnte ich der Frage nachgehen, ob der Politiker Müller gestern Abend vor der Sendung Giacobbo Müller etwas zu tief in irgendein Glas geguckt hat oder ob der immer so ist.

Aber irgendwie fehlt mir der Pfupf.

Das könnte daran liegen, dass die Welt so blödsinnig weit aus dem Ruder gelaufen ist,  dass man die 1. Aprilscherze nicht mehr als solche erkennt in der Zeitung, weil man sich heute alles als Möglichkeit vorstellen kann.

Auch das hier.  Und ganz ehrlich. That scares the shit out of me (vor allem, weil ich kürzlich bestätigt bekommen habe, dass es sich hier mitnichten um eine Verschwörungstheorie handelt). Also, gucken Sie in nächster Zeit öfters in den Himmel und machen Sie sich ein paar Gedanken. Einfach so.

Beiz 2.0 goes Real Life

März 14, 2009

Liebe Beizautorinnen und -toren, liebe Leserinnen und Leser,

schön, wenn man sich regelmässig in einer vertrauten kleinen Community liest. Noch schöner wäre es vielleicht, sich auch einmal „in echt“ kennen zu lernen, oder?

Im Sommer 2008 beim Blogcamp in Zürich liefen sich ein paar Facts-Dissidenten über den Weg. Der Uertner führte sie nach der letzten „Session“ zu einer Beiz in der Nähe, wo sie bei herrlichem Abendsonnenschein und kühlem Panaché/Radler Pläne zu schmieden begannen, um selber etwas auf die Beine zu stellen und unserer kleinen Exfacts-Community ein neues Heim zu geben. Heraus kam dann, wenige Wochen und viele Mails später die Beiz 2.0.
So weit zum Gründungsmythos. 🙂

Nächste Woche findet in Zürich die 4. Ausgabe des Schweizer Blogcamps statt.

Präzise gesagt am Samstag, den 21.3.2009 von 10 bis 17 Uhr an der ETH Zürich.
Alle Infos und Anmeldung: http://blogcamp.ch/

Wer noch nie bei so einer „Unkonferenz“ war – es lohnt sich! Es gibt jede Menge zu lernen und auszutauschen, von Blogger zu Blogger.

Und ich würde gern die Tradition fortsetzen, dass wir uns im Anschluss an das Blogcamp, also so vermutlich so gegen 18 Uhr, eine gemütliche Reallife-Beiz in den Nähe der Uni suchen – zum Kennenlernen, Wiedersehen, Diskutieren und neue Ideen Anzetteln. Den weiteren Ausbau der Beiz 2.0 betreffend beispielsweise.

Alle Beizautorinnen und -autoren, Kommentatorinnen und Kommentatoren, Leserinnen und Leser sind herzlich willkommen! Selbstverständlich könnt ihr auch nur zum Beiz-Treffen kommen, ohne Blogcamp.

Wer von euch hätte Lust und Zeit zum Real-Life-Beizen?

Und kennt jemand von euch eine gemütliche Beiz in der Nähe der ETH, wo wir uns treffen können?