Archive for the ‘Schweiz’ Category

Sensationelle erste Bilder des neu entdeckten Hicks-Teilchens!

Juli 4, 2012

Normales Kirsch-Vanille-Teilchen:

Neu entdecktes Hicks-Teilchen:

Hicks-Teilchen

In den Medien besser bekannt als Gottes-Teilchen:

Gottesteilchen

Es ist extrem schwer nachweisbar, weil es nach dem Entdecken meist sehr schnell zerfällt:

Higgs-Teilchen Zerfallsprodukte

Die größte Gefahr bei solchen Experimenten ist bekanntlich das Entstehen schwarzer Löcher:

Schwarzes Loch

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Die Angstmacher

November 10, 2010

Ausschafen? Näh!

Das eigentliche Ziel der SVP-Kampagne zur Ausschaffungs-Initiative ist es, in den Köpfen der Leute zu verankern, dass „Ausländer“ und „kriminell“ (=gefährlich, bedrohlich) automatisch mit einander assoziiert werden. Und ich fürchte, das wird bei vielen, die diese Botschaft durch Plakate, Anzeigen, Umfragen und Abstimmungen immer wieder eingehämmert bekommen, erfolgreich sein.
Bitte setzt ein Zeichen für die Vernunft und Rechtsgleichheit und gegen die Angstmacher.

Kabale und Liebe 2007 (Nebelspalter 8/2008)

November 9, 2010

Der erste Akt des Dramas findet sich hier. Das Drama spielt im Sommer 2007 bis Frühjahr 2008. Es erschien vollständig im „Nebelspalter“ (8/2008). Die Handlung und die Orte sind frei erfunden, die Fakten wurden vollständig im Internet recherchiert und sind hier mit den Quellen verlinkt. Den „Nebelspalter“ kann man hier abonnieren.

Dramatis Personae:

Daniel Jositsch (42) Dr. iur. Professor, Major, Nationalratskandidat

Chantal Gallade (35) „angehende Erziehungswissenschafterin“, Ständeratskandidatin

2. Akt

Die Sache mit der Waffe

15. Juli 2007 im Hotel Baur au Lac

SIE (erschöpft): So schön, Dani. So nah ist der kleine Tod am grossen. Die kalte Mündung des Laufes an meiner Schläfe im Moment unserer glühenden Explosion. So schön wars noch nie. Wenn ich nur das schon früher einmal versucht hätte! Heirate mich, mein Major!

ER: Tatsache ist, wir sind ein <Winnng Team>: Politisch und privatim. Die Pressekonferenz war der Knüller. Du bist der Zürcher Medienstar, du schaffst es noch in den Ständerat!

SIE: Und du hast die scharfe Sachkompetenz. Was haben die gestaunt, die Journis. Ob sie wohl bemerkt haben …?

ER: Schreiberlinge sind dumme, faule Hunde, und sie stehen sowieso eher auf unserer Seite. Ausserdem bin ich auf den Wahlunterlagen noch verheiratet.

SIE: Und dort auch kein Major der Militärjustiz, du Schlingel: Das ist ja schon fast Betrug am Wähler, nicht?

ER: Wir müssen die Chance packen! Ich meine, du mit deiner Ständeratskandidatur: Du bist zwar sexy, …. ?

SIE: Ja, das bin ich, und das neiden mir all die Hyänen. Dani, meinst du es ernst, dann musst du die Dienstwaffe abgeben, denn seit jenem emotionalen Auftritt im Nationalrat habe ich mich als Waffengegnerin exponiert. Ich will nicht mit einem Mann unter einem Dach leben, der eine Dienstwaffe hat …

ER: Aber Chantal, du vertraust mir doch. Eben hast du noch ….!

SIE: Ja, habe ich, und es war sehr schön! Frauen sind irrationale Wesen, aber Politik muss rational und konsequent sein. Hast du nicht Unterschriften für die Armee-Abschaffung gesammelt, damals? Wie könnte man diesen eidgenössischen Waffenmythos besser aufbrechen, als wenn ein Offizier der Militärjustiz den Bann bricht …

ER: Chantal, ich habe unserer Liebe schon meinen Bund fürs Leben geopfert, nun geht es um die Offiziersehre, ich kann doch nicht einfach – ich bin Jurist! Was werden sie im Studentenverein denken?

SIE: Die erfahren doch nichts , deine CVP-Saufkumpanen. Ist doch Privatsache.

(herrisch:) Oder soll ich mit unserer Affäre an die Presse? Ob du als Ehebrecher auf Listenplatz 17 noch eine Chance hast?

ER: Okay, okay … (kleinlaut:) … ich werde die Dienstwaffe nächsten Monat beim Zeughaus abgeben.

SIE: Schwöre es! Auf unsere Liebe – nein, das taugt nicht. Auf Jahwe, den Gott deiner Väter – nein du bist Atheist. Auf die Weltrevolution! Ach, an die glaube ich ja selbst nicht. Auf deine eheliche Treue? Auf deine Offiziersehre?

ER: Nein: So wahr ich Bundesrat werde!

SIE: Gut, mein Major, das gilt, vor dem nächsten Treffen will ich die Empfangsquittung vom Zeughaus sehen. Besser kannst deinen Bubentraum, die Armee-Abschaffung, gar nicht betreiben. (maliziös:) Ich werden den Gutschein bei <agent provovateur> einlösen.



Die Schweiz hat eine neue Hauptstadt und Zürich ein neues Satire-Magazin

Oktober 3, 2010

135 Jahre nach dem Nebelspalter wurde es ja auch langsam mal Zeit.
Reda, wie ist es dazu gekommen?

Reda El Arbi:
Der humor ist ja ein wenig spärlich gesät in der medienszene. Vor allem witz, wie ihn die handygeneration mag, sucht man vergeblich im Schweizer blätterwald. Um die „traditionelle“ satire zu verstehen, müsste man schon regelmässig zeitung lesen. Das macht kein schwein mehr. Die leute kaufen zwar noch zeitungen, lesen aber meist nur schnell die headlines und die gratiszeitungen im tram. Nun gibt es mit der Hauptstadt wieder ein produkt, auf das sich die leute freuen können, das sich nicht intellektuell vom mainstream absetzen will.

Boulevardsatire statt „Qualitätsjournalismus“?

Reda El Arbi:
Qualitätsjournalismus, wie man ihn noch vor 20 jahren kannte, gibt es nicht mehr. Es ist zeit, den journalismus neu zu definieren. Information ist beliebig. Ich möchte lieber einen leser zum lachen bringen als fünf zum nachdenken.

Ganz schön mutig, deinen Job bei Ringier an den Nagel zu hängen und in dieser wirtschaftlich für Medienunternehmer nicht eben einfachen Zeit etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Wird man eigentlich automatisch zum Satiriker, wenn man zu lange beim Blick arbeitet?

Reda El Arbi:
Ich habe meinen job beim Blick am Abend geliebt. BlaA ist wohl die einzige zeitung, die manchmal auch satirische ansätze zeigte. Man erinnere sich an die geschichte, als unser chef Peter Röthlisberger die sieben bundesräte mit Gaddafi verglichen hat. Und immer hat Gaddafi gewonnen. Das war grosses kino. Ja, die arbeit bei Ringier hat mich zu meinem blatt mitinspiriert.

Wer ist ausser dir noch wichtig bei der Hauptstadt?

Reda El Arbi:
Domenico Blass, Roland Schäfli, Ruru Tastan, Art Ringger, Thomas Meyer, Ian Constable, Christian Wyss, Helmi Sigg, Ian David Marsden und viele mehr.

Was erwartet die Leser in der ersten Ausgabe?

Reda El Arbi:
Wir enthüllen zum Beispiel, wie die Zürich-Filmfestival-fuzzis ihre promigäste auswählen, wir analysieren Zürcher männer, wir waren undercover bei den partychristen und wir haben die geilsten Kampusch-merchandise-products zum aktuellen bestseller.

Ist das nicht ein bisschen sehr geschmacklos?

Reda El Arbi:
Solche bücher und filme sind geschmacklos. Das ist sozio-pornographie. Leute, die solches zeugs kaufen, schauen auch pornos, um was über menschliche beziehungen zu erfahren.
Bei den anderen geschichten sind es mehr die übergrossen egos, bei denen wir sticheln.

Deinen Blog hast du erstmal auf Eis gelegt. Da sind sicher viele Leserinnen traurig…

Reda El Arbi:
Dagegen hilft ein Hauptstadt-Abo…

Und wie kommt man zur Hauptstadt?

Reda El Arbi:
Am schnellsten über unsere homepage:
http://www.hauptstadt-magazin.ch/
Für leute, die uns erstmal testen wollen, gibts da auch ein 3-monatiges probeabo.
Natürlich gibt es uns auch am kiosk in der hauptstadt und in ausgewählten locations wie dem Cabaret Voltaire. Wer sich beeilt, erwischt vielleicht noch ein exemplar, die erstausgabe war vielerorts schon am ersten Tag ausverkauft!

Hauptstadt 1 Titel

Reda El Arbi (41) ist Chefredaktor und Herausgeber des neuen Zürcher Satiremagazins „Hauptstadt“.

Rückblick auf den Bettag 2010

September 28, 2010

Der Text „Bettagsmandat, das“ (2005) meines „swissness-Lexikons“ ist mittlerweile der Google Haupttreffer zum Suchwort. Das Interesse freikirchlicher Kreise am „Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag“ verhalf meinem Textlein zu Links und Aufmerksamkeit. Wie letztes Jahr, als Adolf Muschg mit einem Text in der Schweiz-Ausgabe Hamburger „Zeit“ für etwas Wirbel sorgte (wir verfolgten diesen hier), war das publizistische Interesse der Holz- und Onlinemedien eher beim Ramadan und beim jüdischen Jom Kippur. In der „Willensnation“ habe ich eine systematische Sammlung von Bettagsaufrufen und Bettagsmandaten eingerichtet und in der „Basler Zeitung“ habe ich nicht nur die Situation aus dem der Bettag 1832 hervorging etwas rekonstruiert sondern auch einige dieser Bettagsmandate erwähnt und in Zusammenhang gestellt.

Eine Spitze gegen die Gruppe „Kunst+Politik“ veranlasste dann den Präsidenten der Eidgenössischen Rassimus-Kommission (ERK), Prof. Dr. Georg Kreis, zu höchst merkwürdigen Auslassungen, die in der Blogosphäre kommentiert wurden.

Die Schwächung des Bettages schreitet im Zeichen der „Lieberalisierung“ voran, indem im Kanton Basel-Land der Feiertag von einem Hohen zu den Allgemeinen abgestuft wurde. Aber von der Basis her häufen sich die Initiativen. So wurde im Zürcher Oberländer Industriedorf Wetzikon erstmals ein Bettagsfest mit eigenem Bettagsmandat begangen. Das in der Lokalpresse aufmerksam verfolgt wurde.

Die „Neue Zürcher Zeitung“ die unter dem neuen Chefredaktor auf theologische Leitartikel zu „Hohen Feiertagen“ verzichtet, hat immerhin am Montag die sehr schöne Bettagspredigt im Grossmünster des Lyrikers Klaus Merz abgedruckt. Sie sei hiermit zur Lektüre empfohlen. Gerade im Grossmünster kommen am Bettag in letzter Zeit Geistesgrössen zu Wort um die Zürcher Hauptkirche an diesem Tag auch sicher zu füllen.

So Franz Hohler (2008), Peter Bichsel (2006),

Adolfs Muschgs Bettagstext 2009 und die publizistischen Folgen.

Zusammenstellung Bettagsmandate 2006

Der Blocher im Schrank

März 23, 2010

Ein schöner Artikel für Sprachfetischisten:
«Jetzt wird endlich wieder rausgestuhlt!»

Bitte auch die herrlichen Kommentare unter dem Artikel mitlesen! Meine Lieblingssätze aus den Artikel-Kommentaren:

„Versorg doch den Blocher bitte im Schrank.“ (Hm, ist das nicht eher ein Kasten?)

„Hinter verschlossenen Türen traten die Parlamentarier auf die Vorlage ein.“

Zur Gruppe „Schweizerdeutsche Ausdrücke auf Hochdeutsch benutzen“ bei Facebook gehts hier. ( Schon fast 1000 Fans)

Und eine schon etwas ältere aber sehr hübsche Erklärung, warum Deutsche Schweizer so schwierig verstehen, liefert Laura de Weck in der NZZ: Nachbarschaften
(gefunden via Blogwiese, da gibt es noch viel viel viel mehr von sowas.)

Was haben wir eigentlich aus der Krise gelernt?

März 7, 2010

Nichts. Meint zumindest die Zeit in einem lesenswerten Artikel.

„Dieses Versagen der Politik zeigt an, dass weit mehr auf dem Spiel steht als Konjunktur und Staatsfinanzen. Je länger die Finanzoligarchen die Regierungen derart vorführen, umso mehr verkommt die Demokratie zu einem Schauspiel der Ohnmacht, das die Bürger gefährlichen Populisten in die Arme treibt. „

MacZürich und Jens Wiese: zwei Beizer im Tagi

Februar 7, 2010

Unter den Erfolgen der hier in der Beiz bloggenden – eine kleine Übersicht über das vergangene Jahr müsste noch erstellt werden – darf besonders der Medienauftritt von „MacZürich“ gewertet werden. Der „Tages-Anzeiger“ versucht seine wegbröckelnde Abonenntenschaft (vielen ist das reflexartige SVP-Bashing verleidet) durch aus dem „Grossen Kanton“ zuwandernde Neuabonnenten zu festigen. Auf sechs Seiten wurden „die Deutschen“ als Menschen dargestellt. Und tatsächlich, um diese These zu belegen, hat die Tagi-Redaktion einen guten Griff getan.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Der-Deutsche-ein-Mensch/story/11288503

Steuer-CD – kaufen oder bleiben lassen?

Februar 2, 2010

2,5 Millionen investieren und 100 Millionen zurückbekommen. Das wäre eine gute Investition für einen finanzkrisengebeutelten Staat. Und Steuerhinterziehung ist in Deutschland eindeutig ein Kriminaldelikt. Geschädigt würde durch den Kauf auch eigentlich niemand, ausser den kriminellen Hinterziehern, die man eh auch nur dann verfolgen wird, wenn es sich wirklich um sehr grosse Fische handelt, der Kleinkram, also wenn da jemand 50 000 Euro über die Grenze geschmuggelt hat, würde den Verwaltungsaufwand ja gar nicht lohnen.

Allerdnigs ist es eine juristische und moralische Frage: Muss der Staat nicht Vorbild sein? Darf der selber mit Krininellen, die illegal Daten kopieren, Geschäfte machen? Und was wiegt schwerer, die Tat des Kopierers oder die Taten der 1500 Steuerbetrüger?
Und wessen Interessen stehen hier zur Disposition? Die Süddeutsche hegt den Verdacht, die FDP und auch Teile der CDU/CSU wollten ihr Wahl-Klientel der Reichen und Steuermüden nicht vergrätzen, indem man jetzt echt gegen solche Leute vorgeht. Lesenswert: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/520/501772/text/

Aber wieso sollte der Ottonormalbürger in Deutschland sich eigentlich brav an die (Steuer-)Gesetze halten, wenn der Staat selber seine eigenen Gesetze bricht, wenn ihm das gewinnversprechender erscheint?

Und könnte so ein Dilemma nicht ganz einfach verhindert werden, wenn die Schweiz in solchen Fällen dem Nachbarn ein bisschen Amtshilfe leistet, so wie der gute Herr Steinbrück das auf seine charmante Art angeregt hatte?

Viel Stoff für brisante Diskussionen…

Btw. und bevor sich nun wieder alle auf die bösen Deutschen stürzen: Ist der Verkäufer der CD eigentlich ein Schweizer? 🙂

Mehr Meinungen bei Thinkabout und Ronnie Grob.

Der Bund Abrahams und das säkulare Menschenrecht auf „Selbstbefleckung“

Januar 30, 2010

Das Minarettverbot hat in der Schweiz die Parteien der wohlmeinenden Korrektdenker etwas aus der Bahn geworfen. Nachdem die CVP und andere Parteien plötzlich auf den Zug der Verbote mit Vorschlägen auch noch aufspringen wollten, ist es nun den Schweizer Grünen gelungen mit Realsatire allen anderen Parteien den Rang abzulaufen. Die Partei der Umwelt hat sich nach Kopenhagen auf ihr wahres Kerngeschäft: die Gendertheorie besonnen. Denn der Tag des jüngsten Gerichts soll uns – wenn wir den Weltuntergang schon nicht verhindern können – als perfekt gleichgestellte Männlein und Weiblein ereilen. Wenn nun die Beschneidung bei Frauen verboten worden ist, müsste dann nicht auch die Beschneidung der Männer bei Juden und Muslims verboten werden? So rein atheistisch säkular ein naheliegender Schluss.

Damit fallen die Grünen Radikalrationalisten hinter die Position des Apostel Paulus zurück, der die Beschneidung als äusserliches Zeichen von den Taten des Menschen abhängig machte:

17 Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden.26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt?27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott. Röm. 2, 17 – 29

Gleichzeitig torpedieren sie die „abrahamitische Wurzel“ der drei monotheistischen Weltreligion (Judentum, Christentum und Islam), indem der Auftrag der Beschneidung eben gerade an Abraham erging

Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden. 1.Mose 17, 10

Wo man sich jetzt wenigstens zwischen Juden und Muslims einig war, wird nun alles rationalistisch dem atheistisch-säkularisierten christlichen Dogma der Nicht-beschneidung unterstellt.

Während man für die Abschaffung der Sonderfriedhöfe für Juden und Moslems wenigstens noch rationale Begründungen anführen kann und man bei dem Verbot der Beschneidung der Frauen auf ihre verminderte Orgasmusfähigkeit beim Beischlaf hinweisen kann (Menschenrecht auf den weiblichen Orgasmus). Wird es beim geforderten Verbot der Beschneidung der Männer – die mag tatsächlich „irrational“ sein – schon ungleich schwieriger, weil man ein grundlegendes Symbol der jüdischen und auch muslimischen Religion angreift.

Über den Einfluss der Beschneidung des Mannes auf den weiblichen, wie auch den männlichen Orgasmus sind verschiedene Meinungen im Umlauf. Jüdinnen sollen den beschnittenen Penis sowohl als ästehtischer als auch befriedigender empfinden, Christinnen sehen es wieder anders. Unbestritten scheint zu sein, dass die Vorhaut des Mannes bei der Masturbation eine gewichtige Rolle spielt. So kam es, dass sich in Zürcher Zeitungen bei der Diskussion um den unsinnigen Vorschlag eines Beschneidungsverbotes auch für Männer, rührige genderbewusste Ärztinnen sich für das Selbstbefriedigungsglück des Mannes zu sorgen begannen.

Damit wurde die Satire über die in Deutschland an Schulen angeblich eingeführten konfessionell getrennten Masturbationsräume, durch die Realsatire der Schweizer Grünen noch getoppt. Gleichzeitig dürfte nun allen klar geworden sein, was wir im Abendland gegen das Morgenland zu verteidigen haben: nicht nur das Recht auf Abtreibung und Leben ohne Burka, sondern auch das Recht auf männliche Masturbation. Wahrlich zwei Errungenschaften für die sich der Heldentod am Hindukusch lohnt!