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Wir lüften das Bankgeheimnis! – Beiz2.0 zeigt exklusive Bilder

Mai 5, 2009

Durch gründliche Recherche ist es uns gelungen, diese gut getarnte Bank aufzuspüren:

Bankgeheimnis

Bankgeheimnis

Anhand der Fahne an der Rückenlehne konnten wir sie eindeutig als Schweizer Bank identifizieren:

Schweizer Bank

Schweizer Bank

Und hier der ultimative Beweis: Da liegt tatsächlich deutsches Geld auf einer Schweizer Bank!

Geld

Geld

Sehen Sie, Herr Steinbrück: Es geht auch ohne Kavallerie!

PS:  Noch eine Sensation!  Von einem OECD-Mitarbeiter wurde uns soeben Steinbrücks Entwurf für eine  schwarze Liste zugespielt:

Schwarze Liste

Schwarze Liste

Es ist deutlich zu erkennen: Die Schweiz steht gar nicht drauf!

Und da soll nochmal einer sagen, es gäbe keine investigativen Schweizer Blogs…

Steinbrück zeigt sein wahres Gesicht

April 28, 2009

Für alle, die schon mit den zwei aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten so viel Spass hatten, gibts hier eine ganze Stunde lang Steinbrück zum Geniessen.

http://www.sf.tv/sendungen/visavis/
(bitte rechts auf den Video-Link klicken, um das Video zu starten)

Es lohnt sich, die Zeit zu investieren, sich das Video bis zum Ende anzuschauen! Da werden eine Menge Missverständnisse geradegerückt.

Und nun warte ich dringend auf ein paar Schweizer Schriftsteller, die mir die dänische Mentalität erklären…

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Edit: Ich fände es wirklich sehr schade, wenn diejenigen, die sich so leidenschaftlich im Zuge dieser völlig einseitigen medialen Anti-Steinbrück-Kampagne aufgeregt haben, sich nicht einmal eine Stunde Zeit nehmen, um sich über die Fakten zu informieren.
Und nebenbei die Chance vertun, ihre Vorurteile zu überprüfen und Steinbrück  eventuell als durchaus humorvoll, selbstironisch, nachdenklich und ein richtig sympathisches Kerlichen kennenlernen. 🙂

Um ein paar Zitate herauszugreifen:

Frage: „Herr Minister Steinbrück, ich beginne nicht mit dem Indiander-Vergleich (…) sondern mit der Peitsche, die Sie den Schweizern angedroht haben.“

Steinbrück: „Das ist auf einer Pressekonferenz gewesen in Paris nach einer Sitzung mit OECD-Vertretern (…) und ich glaube, ich habe ein englisches Idiom benutzt: „sticks and carrots“. Und das kann man übersetzen mit: „Zuckerbrot und Peitsche“ und das hat für diese Dramatik gesorgt. Wenn ich „push and pull“ gesagt hätte, dann hätten das viele als sehr höflich empfunden, aber die wenigsten hätten es verstanden.“

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Frage: „Haben Sie sich das vorgestellt, dass die Schweizer so reagieren könnten?“

Steinbrück: „Nein, offengestanden nicht. Und das mag an meiner etwas zu gering ausgebildeten Sensibilität liegen, dass ich das nicht gesehen habe.“

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Frage: „Ich komme aber noch auf die Indianer, weil das ist das lustigere Beispiel.“

Steinbrück: „Das war noch nicht einmal auf die Schweiz bezogen. Die Schuhe haben sich die Schweizer selber angezogen. Das war bezogen auf die OECD-Liste. Ist aber sehr schnell verfremdet worden dahingehend, damit wäre die Schweiz gemeint.“

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Frage: „Sind Sie vorsichtiger geworden, was Blider angeht?“

Steinbrück: „Ich glaube, ich werds mir nicht abschminken, gelegentlich Bilder zu verwenden, die anecken können, aber wo Sie auch den Eindruck haben, dass sie nicht diesem gestanzten Politiker-Gestammel entsprechen.“

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Frage: „Nun kommen wir zur Sache: Was Wollen Sie von der Schweiz, ganz konkret?“

Steinbrück: „Fairness. Einen fairen Umgang. Den Respekt nicht nur gegenüber der Schweiz, den einzufordern legitim ist, auch bezogen auf ein Bild, mit dem ich mich gegebenenfalls vergalloppiert habe. Aber es gehört auch der Respekt gegenüber dem Interesse des Steuerstaates Deutschland dazu und unser Interesse zu akzeptieren, dass ich die Steuerbasis in Deutschland nicht erodieren lassen kann. (…)

Das heisst: Ich möchte einen fairen Informationsaustausch um deutsche Steuerbürger – nicht Schweizer! – deutsche Steuerbürger dazu zu veranlassen, ihre Pflicht zu erfüllen, und ihre Pflicht ist es, in Deutschland Steuern zu bezahlen.“

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Frage: „Wie viel Geld glauben Sie denn, das sich in der Schweiz verborgen hält?“

Steinbrück: „Es gibt plausible Schätzungen, dass von deutschen Steuerzahlern bis zu 200 Milliarden Euro in der Schweiz liegen.“

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Auf die Frage, wie ein solcher Informationsaustausch konkret ablaufen soll:

Steinbrück: „Ich habe einen bestimmten Namen  – ich habe nicht eine Rasterfahndung, ich habe nicht ein allgemeines Netz, das ich versuche zu füllen! -, sondern ich habe einen bestimmten Namen, und aus den Daten, die wir hierhaben, haben wir den Eindruck, dass diese Person ein Konto inder Schweiz hat und auf diesem Konto arbeitet Geld, in diesem Fall zunächst einmal Zinseinkünfte, eines Tages Kapitaleinkünfte insgesamt (die in Deutschland versteuert werden müssen), und ich möchte gerne wissen, ob dieser Verdacht berechtigt ist, ja oder nein.“

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Frage: „Die OECD-Gruppe wird sich treffen in Berlin, die Schweiz ist nicht eingeladen, sie war schon letztes Jahr nicht eingeladen. in Paris…“

Steinbrück: „Das ist einer der Irrtümer, der kolportiert wird. Die Schweiz war selbstverständlich eingeladen. Österreich auch, Luxemburg auch, und sie werden wieder eingeladen. Sie sind nur nicht gekommen. Ja, selbstverständlich laden wir die Schweiz ein!“

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Steinbrück: „In dem Augenblick, wo die Schweiz den Artikel 26 des Musterabkommens mit der OECD anerkennt und zu einem solchen geregelten Informationsaustausch mit uns kommt, in dem Augenblick ist das Problem beseitigt. (…) Ich möchte nichts anderes, als dass die Spielregeln, die in der OECD verabredet sind, angewandt und akzeptiert werden.“

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Steinbrück: „Sie müssen aber Ihre Kompromisse auch aus Überzeugung machen. Die Art, wie die Kompromissfindung zunehmend auch diffamiert wird, weil es immer „faule Kompromisse“ sind, empfinde ich als sehr falsch. Weil ich glaube, dass Kompromisse in einer Demokratie konstitutiv Wichtiges sind. Anders kriegen Sie ja keinen Interessenausgleich hin.“

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Und wer jetzt doch neugierig geworden ist und wissen möchte, wie das mit den Dänen ist und wie Steinbrück die Gründe, Entwicklung und mögliche Folgen der Krise analysiert, was er zur aktuellen deutschen Politik sagt und was ihn in der deutschen Geschichte geprägt hat, was er zu Willi Brandt sagt und zu Helmut Schmidt, welche Bücher er liest und warum er nicht auf seine Frau hört, der muss sich das Video wohl doch selber anschauen. 🙂