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Facts 2.0 feiert Geburtstag, aber wer genau ist da „uns“?

September 10, 2008

Facts 2.0 feiert Geburtstag, Beiz 2.0 gratuliert.

Hier feiert sich Facts selbst. Mit 100 000 Gästen. Na, hoffen wir mal, man hat genügend Sekt eingekauft…

Schon toll, wenn man mehr Klicker als die Weltwoche zählen kann, und das so ganz ohne Eigencontent und dafür mit (unter anderem) dem Content der Weltwoche.

Immerhin erreichte die Zahl der eingeloggten User bei Facts 2.0 heute, als ich eben schaute, eine 2-stellige Zahl: 11! Das ist doch nicht schlecht nach nur einem Jahr. Und 3 von den 100 000 kamen sogar zum Gratulieren!

Aber man schaue sich den Sebstgratulationstext ein bisschen genauer an, so etwas ist schliesslich ein Ereignis, das muss gewürdigt werden:

dafür traute uns wenig später jemand zu, das Zünglein an der Waage bei der Blocher-Abwahl gewesen zu sein.

Super Sache! Aber die Frage sollte erlaubt sein: Wer genau ist da „uns“?

Update: Da dieses Artikelchen nun inzwischen anderwärts verlinkt ist, wo nicht jeder die Geschichte mitverfolgt hat, sei kurz aufgeklärt, dass der Journalist, der diesen scharfzüngigen Zünglein-Artikel verfasste, Giorgio V. Girardet, bei Facts kurze Zeit später unzeremoniell vor die Tür gesetzt wurde. Wieso scheut man sich im Facts-Geburtstagsartikel jetzt vor der Nennung des Realnamens?

Und wäre dieser Geburtstag nicht vielleicht eine schöne Gelegenheit für einen kleinen Dank an die Mitarbeiter, Kolumnisten und User gewesen?

Nein, kein Dank, nur Eigenlob ist da zu lesen, stattdessen bedankt sich Herr Lüscher bei Christoph Blocher (!) und stilisiert Facts 2.0 zur besseren Weltwoche. Ist es tatsächlich das, was man sich bei Facts als Ziel gesetzt hat? (Das würde zumindest einiges erklären… 🙂 )

Nein, auch ich fühle mich in diesem kuscheligen „wir“ nicht mehr eingeschlossen, nachdem man meinen Account wortlos gelöscht und meine unter Realnamen geschriebenen Artikel und Kommentare anonymisiert hat.

Ein wenig traurig finde ich, dass man offenbar noch immer jeden wohlgesinnten Menschen, der es wagt, kritische Fragen zu stellen, als „erbitterten Feind“ betrachtet. Das scheint mir eine krasse Fehleinschätzung der Realität und eine deutliche Überschätzung der Bedeutung von Facts.