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Barack Obama: „Hoffnung wagen“

Januar 20, 2009

2006 beschrieb Barack Obama in seinem Buch  „Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream“ (im Original: „The Audacity of Hope – Thoughts on Reclaiming the American Dream“) seine persönlichen Ansichten und politischen Ziele.

Ob er damals wohl schon daran gedacht hat, dass er einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte? Hätte das damals irgend jemand für möglich gehalten?

Zumindest hat Obama schon damals, als Senator, klare Vorstellungen davon gehabt, was er besser machen würde als die Bush-Regierung und warum.

Von sehr persönlichen Erfahrungen seines eigenen Lebensweges ausgehend beschreibt Obama in dem Buch seine politischen Überzeugungen: Aufgewachsen ist er als Sohn eines kenianischen Vaters und einer weissen US-Amerikanerin im multikulturellen Hawaii und im überwiegend muslimischen Indonesien mit indonesischem Stiefvater und Halbschwester: Familientreffen bei Obamas würden an eine UN-Vollversammlung erinnern.

Beste Vorraussetzungen für eine Politik, die den veränderten Bedingungen der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts gerecht wird, die die Globalisierung als Chance begreift, nicht bloss als Bedrohung.

Aus solchen Erfahrungen rührt wohl auch die Überzeugung Obamas, die die Grundlage für alle Bereiche seines Denkens bildet: Dass wir Ziele nur gemeinsam erreichen können, mit einander, nicht gegen einander: Demokraten und Republikaner müssen gemeinsam Lösungen für die drängenden Probleme der amerikanischen Wirtschaft und des Gesundheits-, Renten- und Sozialsystems finden. Der Staat und die Reichen dürfen die ärmeren und benachteiligten Bürger nicht im Regen stehen lassen. Reiche und arme Länder müssen unter Mitwirkung funktionierender und von allen (auch den USA) respektierter internationaler Institutionen die Herausforderungen der Globalisierung bewältigen. Und auch im privaten Bereich der Familie spricht er sich für eine gleichberechtigte Partnerschaft aus, dafür, Voraussetzungen zu schaffen, die Frauen gleiche Lebenschancen bieten wie Männern.

Das ist für Obama der Kern des Amerikanischen Traums: Jeder Mensch soll die Chance haben, sein Leben zu gestalten, seine Talente zu entwickeln und einzusetzen und gesellschaftlich aufzusteigen.

Eigenverantwortung und harte Arbeit, aber auch Gemeinschaftsgefühl und Verantwortung für die anderen, das sind für Obama die entscheidenden  amerikanischen Werte. Dazu fordert er ein stabiles Sicherheitsnetz, dass auffängt, wenn der einzelne scheitert, den Job verliert, krank wird oder alt. Eine bezahlbare Krankenversicherung für alle Amerikaner, gerechte Löhne, Investitionen in Bildung, Forschung und Zukunftstechnologien, das sind ein paar der Reformen, die Obama als besonders wichtig anmahnt.

Dabei kennt er als ehemaliger Sozialarbeiter in Chicago die Probleme der amerikanischen Unterschicht und der African-American Community in den Inner Citys nicht bloss aus Statistiken. Den Hauptgrund für Kriminalität und Gewalt in diesen Bezirken sieht er in der ökonomisch aussichtslosen Situation und Hoffnungslosigkeit der Bewohner. Und das Gegenmittel folglich in besseren Schulen und Jobs, um den Teufelskreis vererbter Armut zu durchbrechen.

Ähnlich ist seine Ausrichtung übrigens auch in der Aussenpolitik: Die grösste Gefahr für die Zukunft sieht Obama nicht in nationalen Kriegen sondern in transnationalem Terrorismus, der auf dem Boden von Armut und Hoffnungslosigkeit gedeiht. Auch international sieht er Bildung und Bekämpfung von Armut als beste Medizin.

„Terror“ heisst ja „Angst“. Das Gegenteil von Angst ist Hoffnung.
Obama mag also Recht haben in dieser Diagnose, dass wir die Welt nur dann zu einem sichereren Platz machen können, wenn alle – privat, national und international – vom Fortschritt profitieren.

Dass das Opfer und harte Entscheidungen verlangen wird, ist ihm durchaus bewusst, und das verschweigt er seinen Lesern nicht.

Auch Zweifel und Selbstzweifel finden Raum in dem Buch.

Obama sieht sich gewiss nicht als „Messias“. Er ist kein göttliches Wesen. (Jedenfalls nicht mehr als andere Menschen auch.)

Was er hat, ist ein Programm.

Wer etwas darüber erfahren will, wie Obama tickt, über seine persönlichen Hintergründe, seine Ideale und Werte, auf die er seine Politik gründen möchte, darüber, was uns in den nächsten vier Jahren erwartet mit diesem Präsidenten, etwas, dass über Wahlkampfparolen und Projektionen hinausgeht, der sollte dieses Buch lesen.

Es lohnt sich.